Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten,

die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.

Wir sind viele kleine Leute an vielen kleinen Orten und wir haben die Möglichkeit etwas zu verändern!

Dafür müssen wir aber aufstehen, uns engagieren, zusammen halten, einander helfen. Unser Ziel ist es bessere Bedingungen für die Kindertagespflege zu erreichen. Wir brauchen hier viele kleine Leute an vielen kleinen Orten und genau das ist so super – wir haben überall, in ganz Deutschland, Kollegen, die sich engagieren können. Jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung hilft!

Antje Radloff rüttelt mit ihren Blogbeiträgen viele Leute auf, zeigt uns die Wahrheit und ruft ebenfalls zum Handeln auf. Die Berufsvereinigung für Kindertagespflege e. V. kämpft ebenfalls für bessere Bedingungen. Von ganz vielen Kollegen in unterschiedlichen Bundesländern hört man, dass Klagen eingereicht und oftmals gewonnen werden, Eltern klagen und in vielen Orten werden bessere Bedingungen gefordert, es gibt mehr Zeitungsartikel als je zuvor. Es tut sich was in Deutschland! Politiker wissen mittlerweile über uns Bescheid und wollen uns unterstützen.

Wir haben die Kraft die Betreuungslandschaft in Deutschland zu verändern. Wir können zeigen, wie gut die Kindertagespflege für die Eltern, die Kinder und die Kommunen ist. Jetzt ist die Zeit gekommen um zusammen zu halten.

Wir brauchen Helfer. Überall. An vielen Orten. Wenn jeder ein bisschen was tut, können wir was erreichen!

Was könnt ihr tun:

Wir haben bereits eine Whatsapp-Gruppe und planen fleißig die nächsten Schritte. Wir brauchen aber mehr Leute! Wer mag aktiv helfen? Wir brauchen Ideen, kreative Köpfe, helfende Hände, jemand, der mit anpacken kann. Für jeden ist was dabei. Also, meldet euch bitte bei mir – zusammen schaffen wir das!

Tagesmutterplaner von Doris Kaul 2017/2018

Ich hatte das Vergnügen und durfte den Tagesmütter -väterplaner von Doris Kaul testen. Er ist ein richtiges Buch! Deshalb habe ich auch etwas länger gebraucht. Man kann unendliche viele Dinge eintragen, es gibt Kopiervorlagen für Beobachtungen etc. und für jede Woche eine Doppelseite. Dieser Planer erinnert an viele Dinge und erleichtert der Kindertagespflegeperson die Buchhaltung. Es kann genau eingetragen werden, welches Kind wann wie lange betreut wurde, welche Eltern wann das Essensgeld für wie viele Mahlzeiten bezahlt haben usw.

Aber jetzt mal von vorne. (mehr …)

Fachtag Kindertagespflege am 20.05.17 in Leipzig

„Leipzig, ein geschichtsträchtiger Ort?!

Zur Erinnerung: Als Folge der anhaltenden friedlichen Massendemonstrationen im Jahre 1989 wurden die innerdeutschen Grenzen geöffnet und die Wiedervereinigung vollzogen.

Mit Hartnäckigkeit und Solidarität kann man viel bewegen! Das können wir Kindertagespflegepersonen auch!“ (mehr …)

Zusammen sind wir stärker!

Es ist sehr schwierig für mich diese Zeilen zu schreiben. Zum einen, weil ich sehr erschüttert über die Anfeindungen bin, die mich in den letzten Tagen getroffen haben und zum anderen, weil ich versuche die richtigen Worte zu finden und das nicht leicht ist. Wie wir gesehen haben, ist es völlig egal, wie gut und nett es jemand meint, die Worte können einem einfach im Mund verdreht werden und schwupps ist man der Böse. (mehr …)

Fachtag Kindertagespflege am 20.05.2017

Liebe Kollegen und Kolleginnen, an alle interessierten Rechtsanwälte und Fachberater der Jugendämter, bitte folgenden Termin vormerken:

Der Arbeitskreis Petition SGB VIII, eine Initiativgruppe von Kindertagespflegepersonen, veranstaltet mit Unterstützung von TECTUM e.V. und der Berufsvereinigung der Kindertagespflegepersonen e.V. einen

Fachtag zur Reform des SGB VIII
bessere Rahmenbedingungen für die Kindertagespflege schaffen“

Samstag, 20. Mai 2017 von 10:00 – 17:00 Uhr
A&O Hostel Brandenburger Straße 2 · 04103 Leipzig

Folgende Referenten haben zugesagt:

  • Ministerialrat a.D. Prof. Dr. Dr. h.c. Wiesner aus Berlin
  • Rechtsanwalt Martin Sträßer aus Chemnitz
  • Rechtsanwältin Mirjam Taprogge-Essaida aus Euskirchen, NRW
  • Rechtsanwalt Lars Ihlenfeld von den „Kitarechtlern“ aus Berlin
  • Heiko Krause, Bundesgeschäftsführer BVKTP e.V. aus Berlin

Die Referenten werden über die Geschichte des SGB VIII und die Entwicklung der Kindertagespflege berichten, auf die aktuelle Rechtslage und die Praktiken im Alltag und in den jeweiligen Bundesländern eingehen. Es soll belegt werden, wie unzumutbar die Bedingungen teilweise sind und dass Begrifflichkeiten im SGB VIII geändert werden müssen, um eine bessere Rechtssicherheit zu schaffen.
Der Bundesverband für Kindertagespflege stellt sein aktuelles Modell zur leistungsgerechten Vergütung vor.

Frau Bundesministerin Manuela Schwesig und der Vorsitzende des Familienausschusses des Deutschen Bundestages, Paul Lehrieder, MdB, haben bereits eine Einladung erhalten. Wir würden uns freuen, wenn sie bei der Veranstaltung ein Grußwort sprechen würden.

Als Ziel dieses Fachtages wollen wir eine Novellierung der betreffenden Paragraphen des SGB VIII formulieren und beim Familienministerium und im Bundestag einreichen sowie in Zusammenarbeit mit weiteren Verbänden und Vereinen mit Nachdruck im Wahlkampf politische Handlungsschritte einfordern.

Fachtag zur Reform des SGB VIII – bessere Rahmenbedingungen für die Kindertagespflege schaffen

Es ist noch nicht zu spät

um auf zu springen auf unseren Zug. Wir fahren Richtung „mehr Gerechtigkeit“, „Anerkennung“ und „faire Bezahlung“.

Wir sind dabei etwas zu starten, was noch nie vorher in dieser Form von Kindertagespflegepersonen gestartet wurde. Wir planen eine Änderung der Gesetzgebung, auf Bundesebene und auf Länderebene. Ebenso müssen die Regelungen in den einzelnen Kommunen angepasst werden. Wir fordern Mindeststandards für alle Kindertagespflegepersonen in Deutschland. (mehr …)

Kindertagespflege ist kein Hobby!

Unterschriftenaktion der Kindertagespflegepersonen

Wir sagen es reicht!

Wir fordern eine leistungsgerechte Vergütung,

deutschlandweite gleiche Bedingungen und

die Anerkennung als Berufsbild!

  1. Die Kindertagespflege muss als eigenständiges Berufsbild anerkannt werden. Wir sind pädagogische Fachkräfte, die mit allen Risiken, Vor- und Nachteilen der Selbstständigkeit arbeiten.

  2. Wir arbeiten pädagogisch, familiennah, mit kindgerechten Kleingruppen, wirtschaftlich, organisatorisch, Familien begleitend und beratend. Alle diese Bereiche bedürfen der Anerkennung und Wertschätzung. Unsere Arbeit ist wichtig, qualifiziert, kompetent und ganz sicher KEIN Hobby.

  3. Diese Arbeit bedarf einer Wertschätzung, die sich in einer leistungsgerechten Vergütung widerspiegeln muss und nicht in einem „Anerkennungsbetrag“. Wir sind mehr Wert!

  4. Eine leistungsgerechte Vergütung muss derart gestaltet werden, dass die Kindertagespflege für alle Eltern leistbar ist. Sozial gestaffelte und gerechte Elternbeiträge analog zu den Gebühren für einen vergleichbaren Platz in einer Kindertagesstätte sind daher unabdingbar!

  5. Zu einer leistungsgerechten Vergütung gehört auch die finanzielle Gestaltung der Ausfalltage und der betreuungsfreien Zeit. Krankheit darf kein Luxusgut sein, Erholungsphasen müssen möglich sein.

  6. Kindertagespflege soll laut SGB VIII gleichrangig mit den institutionellen Betreuungsformen sein.

  7. Gleichrangig bedeutet: Zuverlässig! Das funktioniert nur mit Vertretungskonzepten, die nicht zu Lasten der Eltern, der Tagespflegepersonen und vor allem nicht zu Lasten der Kinder gehen. Die Verantwortung und Durchführung obliegt alleine den Jugendämtern.


    Das SGB VIII wird reformiert, wir werden daran teilhaben! Wollt ihr dieses erreichen, dann unterstützt unsere Petition und unterzeichnet!

Verantwortlich: Jennifer Hartmann für Deutschlands Tagesmütter und -väter in Zusammenarbeit mit Antje Radloff und Karin Kesten

Sozialgesetzbuch (SGB) – Achtes Buch (VIII) – § 23  Förderung in Kindertagespflege

Bisherige Formulierung

Geforderte Formulierung

(2) Die laufende Geldleistung nach Absatz 1 umfasst

1. die Erstattung angemessener Kosten, die der Tagespflegeperson für den Sachaufwand entstehen,
2. einen Betrag zur Anerkennung ihrer Förderungsleistung nach Maßgabe von Absatz 2a,
[…] (2a) Die Höhe der laufenden Geldleistung wird von den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe festgelegt, soweit Landesrecht nicht etwas anderes bestimmt.
Der Betrag zur Anerkennung der Förderungsleistung der Tagespflegeperson ist leistungsgerecht auszugestalten. Dabei sind der zeitliche Umfang der Leistung und die Anzahl sowie der Förderbedarf der betreuten Kinder zu berücksichtigen.

[…]

 

 

 

 

 

 

(4) Erziehungsberechtigte und Tagespflegepersonen haben Anspruch auf Beratung in allen Fragen der Kindertagespflege. Für Ausfallzeiten einer Tagespflegeperson ist rechtzeitig eine andere Betreuungsmöglichkeit für das Kind sicherzustellen. Zusammenschlüsse von Tagespflegepersonen sollen beraten, unterstützt und gefördert werden.

(2) Die laufende Geldleistung nach Absatz 1 umfasst

1. die Erstattung angemessener Kosten, die der Tagespflegeperson für den Sachaufwand entstehen,

2. Eine leistungsgerechte Bezahlung ihrer Förderleistung nach Maßgabe von Absatz 2a

(2a) Die Höhe der laufenden Geldleistung wird von den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe festgelegt, soweit Landesrecht nicht etwas anderes bestimmt.

Die Ausgestaltung der leistungsgerechten Vergütung muss gewährleisten, dass bei einer durchschnittlichen Gruppengröße von drei Kindern die Förderleistung dem Gehalt einer Erzieherin angeglichen ist. Die mittelbare pädagogische Arbeit ist zusätzlich zum Betreuungsumfang zu vergüten. Außerdem ist die Selbstständigkeit und das damit verbundene finanzielle Risiko der Kindertagespflegepersonen zusätzlich zu berücksichtigen. Betreuung zu besonderen Zeiten müssen mit einem prozentual erhöhten Satz vergütet werden.
Kosten für fachbezogene Fortbildungen sind vom Kinder- und Jugendhilfe Träger zu tragen.

(2b) Der Anspruch auf Förderung kann nicht durch kommunale Verträge oder Satzungen aufgehoben werden.

(4) Erziehungsberechtigte und Tagespflegepersonen haben Anspruch auf Beratung in allen Fragen der Kindertagespflege. Für Ausfallzeiten einer Tagespflegeperson ist eine andere Betreuungsmöglichkeit für das Kind sicherzustellen. Die Konzeption, Vermittlung, sowie die Kosten obliegen den Kinder- und Jugendhilfeträgern. Zusammenschlüsse von Tagespflegepersonen sollen beraten, unterstützt und gefördert werde.

Sozialgesetzbuch (SGB) – Achtes Buch (VIII) – § 24 Anspruch auf Förderung in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege

Bisherige Formulierung

Geforderte Formulierung

(1) […] (2) Ein Kind, das das erste Lebensjahr vollendet hat, hat bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege. Absatz 1 Satz 3 gilt entsprechend.
3) Ein Kind, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, hat bis zum Schuleintritt Anspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung. Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe haben darauf hinzuwirken, dass für diese Altersgruppe ein bedarfsgerechtes Angebot an Ganztagsplätzen zur Verfügung steht. Das Kind kann bei besonderem Bedarf oder ergänzend auch in Kindertagespflege gefördert werden.
(1) […] (2) Ein Kind, das das erste Lebensjahr vollendet hat, hat bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres vollen Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege. Dabei ist den Wünschen der Erziehungsberechtigten über Zeit und Umfang der frühkindlichen Förderung entgegenzukommen. Betreuungszeiten über 45 Wochenstunden hinaus sind nachzuweisen.

3) Ein Kind, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, hat bis zum Schuleintritt Anspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung oder Kindertagespflege . Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe haben darauf hinzuwirken, dass für diese Altersgruppe ein bedarfsgerechtes Angebot an Ganztagsplätzen zur Verfügung steht. Das Kind kann bei besonderem Bedarf oder ergänzend auch in Kindertagespflege gefördert werden.

Petition zum Ausdrucken