Lassen Sie uns nicht hängen!

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Lage der 44.000 Kindertagespflegepersonen in Deutschland ist mehr als brenzlig. Viele von uns haben Existenzängste und das aus gutem Grund. Die Politik der Länder und Kommunen erschwert uns unsere Arbeit dermaßen, dass eine Großzahl der Kindertagespflegepersonen oft nur noch um das Überleben in der Branche kämpft.

Viele Kindertagespflegepersonen in Deutschland können, trotz Vollzeitarbeit, nicht von ihrem Geld leben. Die Jugendämter zahlen zu wenig, weil sie uns nach der derzeitigen Gesetzeslage (SGB VIII § 23) nicht ausreichend bezahlen müssen.

Ende 2018 läuft die Sonderregelung mit den Krankenversicherungen aus, die es uns ermöglicht, trotz unserer vollberuflichen Tätigkeit, als nebenberuflich selbstständig bei der Krankenkasse eingestuft zu sein. Mehr Versicherungsbeiträge können sich viele von uns nicht leisten. Somit haben wir auch keinen Anspruch auf Krankengeld und Mutterschaftsgeld. Genug Gewinn um Rücklagen bilden zu können, haben die meisten von uns ebenfalls nicht. Wir wollen gerne hauptberuflich mit Anspruch auf Krankengeld versichert sein! Wir können es nur nicht bezahlen. Eine Vielzahl von Kindertagespflegepersonen wird also 2019 aufgeben müssen, wenn wir bis dahin nicht angemessen verdienen.

Die ungerechtfertigte Bevorzugung von Betreuungseinrichtungen macht vielen das Leben schwer. Krippen, Kindergärten und Ganztagsschulen haben oft Vorrang bei der Betreuung von Kindern. Während es kaum noch möglich ist, Schulkinder mit staatlicher Förderung zu betreuen, ist es in Ausnahmefällen noch möglich Kindergartenkinder zu betreuen. Gerade für Kinder unter 3 Jahre ist die Betreuung durch eine feste Bezugsperson, in einer Kleingruppe, individuell und flexibel und auch noch familiär sehr sinnvoll und gut! Leider bevorzugen die Kommunen oft die Kitas gegenüber der Kindertagespflege, was zur Folge hat, dass die Eltern einen Nachweis vorlegen müssen, dass kein Krippenplatz frei war, dass die Eltern viel höhere Beiträge zahlen müssen oder dass die Kindertagespflege gar nicht gefördert wird.

Wir brauchen hier dringend eine tatsächliche Gleichstellung! Wir bieten Kindern und ihren Familien in allen Bereichen eine altersgerechte Betreuung und Förderung. Die derzeitige Formulierung des SGB VIII lässt den Kommunen noch zu viel Spielraum.

Es ist so einfach eine qualitativ hochwertige, familienfreundliche, flexible, individuelle und kindgerechte Betreuung sicherzustellen – mit der Kindertagespflege! 

Wir ermöglichen den Eltern tatsächlich Familie und Beruf unter einem Hut zu bringen und bieten den Kindern gleichzeitig ein zweites zu Hause, in dem sie sich geborgen und sicher fühlen. Wir können die Kinder in der Kleingruppe so gut fördern und ihnen die Welt zeigen.

Wir brauchen Sie, damit wir diese Art der Betreuung

auch weiterhin anbieten können.

  • Setzen Sie bitte eine Untergrenze für die Bezahlung fest, damit alle Kindertagespflegepersonen bei einer Vollzeitarbeit von dieser Arbeit leben können (Der Bundesverband für Kindertagespflege e. V. Hat ein Modell dazu veröffentlicht)
  • Streichen Sie bitte das Wort „Anerkennung“ (der Förderleistung) aus dem SGB VIII § 23. Wir brauchen eine echte Bezahlung für unsere Arbeit.
  • Stellen Sie bitte sicher, dass wir den Kitas , in Bezug auf Fördergelder, Elternbeiträge und Buchungszeiten gleichgestellt sind. Die Eltern müssen die Wahlfreiheit haben.

Bundesländer wie z. B. Baden-Württemberg oder Hamburg zeigen, dass es sehr wohl möglich ist die Kindertagespflege als gleichberechtigte Betreuungssform anzuerkennen und auch zu fördern. Das ist überall möglich!

Gerne sprechen wir mit Ihnen persönlich über unsere Probleme.

Die Spinne Lilo – ein wunderbares Buch

„Schau mal, wie schön! Siehst du die kleine Spinne? Das ist Lilo. Sie sitzt ganz oben an der Decke und beobachtet das Zimmer“

So fängt das Buch von Marion Klara Mazzaglia und Jennifer Straß an. Eine Spinne ist nicht hässlich, eklig oder widerlich, Spinnen sind schön! Zumindest in diesem Buch. Lilo ist eine kleine Spinne, die auf Entdeckungsreise geht. Vor Lilo muss wirklich niemand Angst haben, sie hat lila Haare und lila Schuhe, außerdem ist sie sehr sympathisch und liebenswert.

Auf ihrem Spaziergang trifft sie Max – ihren Menschenfreund auf dem Dreirad. Er nimmt sie auf die Hand, setzt sie auf seine Schulter und nimmt sie mit zum Spielplatz – wie man das eben mit Freunden so macht. Sehr schön finde ich, dass die Autorin beschreibt, wie sich die feinen Beinchen auf unserer Haus anfühlen. „Das kitzelt!“ Die feinen Haare von Lilo fühlen sich an wie kleine Bürsten!

Während Max im Sandkasten mit Sand spielt, baut sich Lilo ein Spinnennetz. Lilo erzählt, dass sie auch gerne an einem Faden von Blatt zu Blatt schaukelt und dass andere Tiere sie bewundern, weil sie so beweglich und geschickt ist.

So werden ganz nebenbei die wichtigsten Infos über Spinnen vermittelt. Sie haben 8 Beine, die Haare haben, sie bauen Spinnennetze und können sich am Faden hin- und herschwingen.

Auf ihrer Reise trifft sie andere Tiere, sie bewundert die Tautropfen auf ihrem Spinnennetz, sie hat Angst vor dem Igel, der ihr Netz aus Versehen kaputt macht, sie ist traurig und verärgert. Dann fasst sie neuen Mut und baut sich ein neues zu Hause.

Die Bilder in diesem Buch sind handgemalt und man sieht das sehr deutlich! Die Farben sind leuchtend und fröhlich. Das macht es zu einem ganz besonders schönem Buch! Die dicken Pappseiten sind auch für kleine Kinder gut geeignet und auf jeder Seite gibt es etwas zu entdecken. Die Texte pro Seite sind recht lang und ab Kindergartenalter sehr gut geeignet. Dieses Buch versucht Spinnen als schöne, geschickte, liebe und fleißige Tiere darzustellen und Kindern die Angst zu nehmen. Die freundliche Spinne Lilo kann ich, als jemand, der Angst vor Spinnen hat, sehr gut anschauen, ohne, dass ich Angst oder Ekel empfinde. Sie ist richtig süß und man schließt sie ins Herz.

„Manchmal, wenn wenn große Leute „Iiiieeeeh, eine Spinne!“ rufen, wird Max ganz traurig. Denn Lilo ist so lieb, fleißig und hübsch.“ […] „Mach es wie ich und beobachtet die kleinen Tiere“, ermutigt dich Max. „Vielleicht findest du dann auch so eine tolle Freundin wie die kleine Spinne Lolo!“

Hier gibt es das Buch zu kaufen: https://www.amazon.de/Kinderbuch-Pappbilderbuch-Die-Spinne-Lilo/dp/3944793633/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1516371649&sr=8-1&keywords=lilo+die+spinne

Studie des DJI – bitte mitmachen

Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) führt in Zusammenarbeit mit dem infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft eine bundesweite Studie zur Kindertagespflege durch. Zwischen November 2017 und April 2018 werden etwa 1.500 Kindertagespflegepersonen und 600 Eltern befragt. Die Studie untersucht die aktuelle Betreuungssituation, geht auf die Zusammenarbeit mit den Eltern ein und fragt sowohl Kindertagespflegepersonen als auch Eltern nach ihren Einschätzungen, Bedürfnissen und Wünschen.

Über Jugendämter und Fachberatungen erhalten die Kindertagespflegepersonen detaillierte Informationen zur Studie und können dann ihr Interesse an einer Teilnahme direkt an infas zurückmelden. Eine Teilnahme an der Studie außerhalb dieses Vorgehens ist leider nicht möglich, Kindertagespflegepersonen können nur dann teilnehmen, wenn sie von dem für Sie zuständigen Jugendamt kontaktiert wurden. Um ein umfassendes Bild von dem Bildungs- und Betreuungsangebot in der Kindertagespflege zu erhalten, ist es wichtig, dass sich möglichst viele Tagespflegepersonen an der Studie beteiligen und die Einladungen ggf. auch an Eltern weiterleiten. Selbstverständlich ist eine Teilnahme an der Studie freiwillig, alle Angaben werden anonymisiert verarbeitet, alle gesetzlichen Bestimmungen bezüglich des Schutzes personenbezogener Daten werden eingehalten.

Kindertagespflegepersonen erhalten über das Jugendamt bzw. die Fachberatung Informationen zur Studie oder über www.infas.de/kindertagespflege 

Länderkonferenz am 17.3.18

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kollegen und Kolleginnen,

viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, können das Gesicht der Welt verändern.

Wir haben nun einige Kindertagespflegepersonen am Samstag, 17.3.18, als Vertreter der verschiedenen Bundesländer und Landesverbände, zu einem Treffen in Baunatal eingeladen um gemeinsam unsere Forderungen für die Kindertagespflege an unsere jeweiligen Länder zu formulieren und die weitere Vorgehensweise zu besprechen.

 

Wir sind ein Teil der Kindertagespflegepersonen die im Mai zum Fachtag in Leipzig (Reform des SGB VIII) eingeladen haben.

Viele Bundestagsabgeordnete sind inzwischen informiert und haben schon Entwürfe für ein gerechtes SGB VIII für die Kindertagespflege vorliegen.

Der nächste Schritt ist, dass wir als Vereine, Verbände und auch einzelne Kindertagespflegepersonen für uns festlegen, was in unserem Bundesland verbessert werden muss.

Bildung ist Ländersache

Wir müssen gemeinsam einheitliche Mindeststandards fordern – in allen Bundesländern – um zu demonstrieren, dass wir wissen, was wir wollen, dass wir viele sind und dass wir Kindertagespflegepersonen uns das nicht weiter gefallen lassen. Es kann nicht sein, dass eine Kindertagespflegeperson in Mecklenburg-Vorpommern (inkl. Sachkosten!) nur unter 3 Euro pro Stunde und Kind bekommt, eine Kollegin/Kollege aus Stuttgart 7,50 Euro und Kindertagespflegepersonen aus Aschaffenburg (Bayern) rein gar nichts, weil Kindertagespflege dort nicht gefördert wird.

Es darf auch nicht sein, dass in manchen Bundesländern bereits 300 Stunden Qualifizierungskurs Pflicht sind und bei uns in Würzburg sind es noch 100 Stunden. Es gibt unzählige solcher Beispiele. Wir müssen hier zusammen halten und zusammen arbeiten. Dann können wir viel mehr erreichen! Baden-Württemberg ist hier wohl der Vorreiter. Sie werden es hoffentlich schaffen flächendeckend 7,50 Euro zu bekommen – wir wollen wissen, wie das funktioniert!

Eine genaue Vorbereitung ist für diese Tagung sehr wichtig. Wir müssen wissen, was in unserem jeweiligen Landesgesetz bzgl. der Kinderbetreuung steht und was, in unseren Augen, geändert werden muss. Hier ist die Kommunikation mit den anderen Vereinen/Kindertagespflegepersonen aus dem Bundesland wichtig.

Wichtig sind u. a. die Punkte:

– Ausbildungsdauer

– Bezahlung

– Vertretung

– Versicherung (auch wenn nicht im Landesgesetz aufgeführt)

– Gleichberechtigung zur Kita

Wenn jeder Verein einen Überblick hat, können wir am 17.03. gemeinsame Forderungen formulieren und besprechen, wie wir das medienwirksam an die Regierung weiterleiten.

Wir können Geschichte schreiben… Es wird weiterhin ein beschwerlicher Weg bleiben, aber wir sehen das Licht am Ende des Tunnels!

Ziel ist es, aus jedem Bundesland Vertreter vor Ort zu haben. Die Teilnehmerzahl pro Bundesland ist also begrenzt und eine Kommunikation innerhalb des Bundeslandes wird vorrausgesetzt. Wer noch nicht eingeladen ist und trotzdem Interesse hat, kann sich gerne bei Karin Lehmann melden.

Organisatorisches:

  • Vorzubereiten ist eine Aufstellung der Forderungen des jeweiligen Bundeslandes
  • Das Landesgesetz sollte griffbereit sein
  • Eine Vor- und Nachbesprechung der verschiedenen Vereine des Bundeslandes ist ratsam. Es soll eine gemeinschaftliche Forderung sein. Wir können aber leider nicht alle Vereine und Kollegen einladen.
  • Eine Übernachtung im Einzelzimmer wird 54 Euro kosten. Wer im Hotel übernachtet, zahlt nur 28,50 Euro als Tagungspauschale. Wer nur tagsüber dabei ist, zahlt 35 Euro. 
  • Ab 9 Uhr sind wir vor Ort und es gibt schon Kaffee. Ab 9:30 Uhr beginnt unser Arbeitstag dann offiziell. Angedacht ist, dass wir hoffentlich bis ca. 16 Uhr fertig sind – wobei noch Redebedarf bestehen wird und wir keine Endzeit festlegen möchten.

Anmeldungen und Interessensbekundungen bitte bis zum 31.01.18 an:

Karin Lehmann: k.-lehmann@t-online.de

Leider werden nicht alle kommen können, die gerne teilnehmen wollen. Wir werden schauen, dass wir aus jedem Bundesland Vertreter vor Ort haben.

Weitere Informationen wird es in Zukunft auch hier geben.

 

 

 

Tagesmütter und Tagesväter sind jeden Euro wert!

Die Kollegen aus Baden-Württemberg kämpfen wieder sehr engagiert um gerechtere Bedingungen in der Kindertagespflege. Warum sollten wir uns da nicht anschließen? In den anderen Bundesländern sieht es eher schlechter als besser aus. Wir sollten unserer Landesregierung zeigen, dass wir jeden Euro wert sind und dass wir mehr verdient haben!

Hier die Kampagne vom Landesverband Kindertagespflege Baden-Württemberg e. V.:

„Eine Befragung von über 4.000 Tagespflegepersonen durch das Bundesfamilienministerium zeigt eindeutig: fast dreiviertel aller Tagespflegepersonen sind vor allem mit ihrem Einkommen unzufrieden. Die Konsequenz: Es gibt immer weniger Tagesmütter und -väter und damit auch weniger Betreuungsplätze. Dabei ist die Nachfrage der Eltern nach einer Kinderbetreuung durch Tagesmütter und -väter ungebrochen stark. 

Tagesmütter und -väter in Baden-Württemberg sind uns jeden Euro wert! Bereits seit fünf Jahren verhandelt der Landesverband Kindertagespflege deshalb eine Erhöhung der laufenden Geldleistung, bisher ohne positiven Abschluss. Jetzt ist wieder angekündigt, darüber zu verhandeln. […]

Deshalb fordern wir:

  1. Die sofortige Erhöhung der laufenden Geldleistung für Tagesmütter und -väter um mindestens einen Euro pro Kind und Stunde sowie die Festlegung auf eine weitere Erhöhung auf mindestens 7,50 EUR bis 2020.

  2. Die landesweit einheitliche Qualifizierung und Fortbildung von Tagespflegepersonen verbindlich sichern und ausbauen.“

Wir müssen auch fordern! Die Landesregierungen sollen wissen, dass vieles nicht gerecht ist und dass wir es wert sind gerecht bezahlt und behandelt zu werden, weil wir super Arbeit leisten und viele Kommunen vor einer Klagewelle retten.

Was wir tun werden:

„Wir rufen alle Unterstützer/-innen, wie Träger der Kindertagespflege, Eltern und Tagespflegepersonen, dazu auf, Briefe an ihre Landtagsabgeordneten zu schicken, die unterstreichen, WARUM Tagesmütter und -väter jeden Euro wert sind. Dies können Briefe von ehemaligen Tageskindern, Erfolgsgeschichten aus Qualifizierungskursen, Fachberatungssituationen, die ans Herzen gingen, schöne Fotos oder andere Andenken sein.

Wichtig ist, dass die Briefe individuell gestaltet sind und zahlreich bei den Landtagsabgeordneten eingehen. […]“ (Quelle: https://www.kindertagespflege-bw.de/jeden-euro-wert/)

Die Baden-Württemberger Kollegen schließen sich natürlich der Aktion des Landesverbandes an, sie haben ein Datum, wann der Brief weggeschickt werden muss. Für unser Vorhaben ist ein fixes Datum nicht relevant.

Mein Brief wird u. a. die Punkte beinhalten, dass ich es 14 Eltern ermögliche zu arbeiten. Ich betreue zu Zeiten, an denen die Schule oder die Kita noch nicht geöffnet hat. Ich biete den Kindern ein geborgenes Umfeld um die Welt zu entdecken. Ich bin eine feste Bezugsperson und ich kann individuell auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen, weil ich eben nur höchstens 5 Kinder gleichzeitig betreue. Ich kann flexibler betreuen, weil ich in meinen Räumlichkeiten betreue. Ich kann den Familien helfen Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, dass ihr Kind nicht genug Aufmerksamkeit bekommt.

Mein Brief wird enthalten, dass ich möchte, dass meine Eltern, ohne Arbeitgebernachweis, so viel buchen können, wie sie wollen und dass der Beitrag für die Kindertagespflege nicht höher sein darf als für die Krippe. Außerdem möchte ich auch Schulkinder nach der Schule betreuen können, weil es für die Kinder super wäre. Ich möchte auch staatliche Fördergelder erhalten können! Und noch vieles mehr… Die Liste in Bayern ist lang…

Wir brauchen aber eure Hilfe. Damit es leichter wird,die Briefe ohne viel Zeitaufwand weg zu schicken, freuen wir uns über die Adressen der verantwortlichen Politiker auf Landesebene. Ich würde sie hier einfügen, wenn ihr sie mir zukommen lasst.

Diese Aktion ist die Vorbereitung unseres Treffens im Februar. Wir sind fast fertig mit der Planung. Und da ich die Geheimnistuerei nicht leiden kann, bekommt ihr die Infos, die wir schon sicher wissen. Sobald wir die Zusage der Räumlichkeiten haben, gehen Einladungen an unterschiedliche Vertretungen der Bundesländer raus. Wir haben versucht aus jedem Bundesland Vertreter der engagierten Vereine raus zu suchen. Diese Vereine sind dann in der Pflicht für ihr Bundesland die Infos zu sammeln und an die dortigen Kindertagespflegepersonen zu verteilen. Wir treffen uns mit ihnen und besprechen unsere gemeinsamen Mindestforderungen auf Landesebene. Diese Forderungen werden dann gemeinsam beim jeweiligen Landtag eingereicht.

Es geht uns alle an! Wir müssen zusammen halten. Wir machen das gemeinsam! Es geht um unsere Zukunft und die unserer Kinder. Holen wir das Beste raus!

Zusammen sind wir stark. Wir schaffen das!

 

Stand der Dinge – es gibt viel zu tun!

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

wir sind im Sommerstress, im Abschiedstress, im Eingewöhnungsstress, im Schulstress, im Urlaubsstress und allgemein am Ende unserer Kräfte für dieses Schuljahr. Trotzdem sind wir nicht untätig. Wir wollen ein kurzes Statement zum derzeitigen Stand der Dinge geben.

Ariane Schneider-Müllenstädt hat die wichtigsten Punkte in ihrer Email zusammengefasst:

  1. Vernetzung aller Interessenten
  2. Errichten einer eigenen Homepage für den Arbeitskreis Petition oder Arbeitskreis KTP
  3. Errichten einer eigenen Seite auf Facebook
  4. Aufklärungsarbeit auf diesen Seiten, Aktualisierungen
  5. Presseartikel schreiben und bundesweit sowie regional anbieten
  6. Kontakte mit Politikern, Wahlkampf nutzen, Bundestagsfraktionen sowie jeder vor Ort!

Das und noch vieles mehr steht auf unserer Agenda.

Die Berufsvereinigung entwirft gerade einen Entwurf für das SGB VIII, der dann veröffentlicht und natürlich an die verantwortlichen Stellen weitergereicht wird.

Wir vom Arbeitskreis Petition haben eine Frage für Politiker zusammengebastelt, die wir demnächst auf www.abgeordnetenwatch.com den Verantwortlichen Politikern stellen werden.

Wir gehen auf Politiker aller Ebenen zu und informieren sie. Eine Kollegin aus Schweinfurt hatte tolle Gespräche mit Politikern auf Bundes- und Landesebene (Bayern). Kollegen aus NRW hatten ebenfalls ein sehr wichtiges Treffen mit Politikern aller Ebenen. Baden-Württemberg hat eine Kampagne zur Bundestagswahl gestartet. „Ich hab die Kindertagespflege auf dem Schirm“, außerdem sammeln sie Geld für eine Studie zur Bezahlung: https://www.kindertagespflege-bw.de/

Kindertagespflegepersonen schließen sich zusammen, beschweren sich, machen auf sich aufmerksam, gehen auf Politiker zu und schildern ihre Probleme.

Ich höre immer noch von Politikern, dass sie Postkarten von uns erhalten haben, dass sie auf FB von unseren Problemen lesen! Wir sind schon mehr in den Köpfen der Leuten als noch vor einem Jahr. Wir arbeiten uns nach vorne!

Wir brauchen eure Unterstützung weiterhin! Wir brauchen die Gespräche mit Politikern, die Vernetzung der KTPP, die Aufklärung der Menschen, die Öffentlichkeitsarbeit im Internet und in der realen Welt, wir brauchen die Presse usw. Wer hat Kontakte zur Presse?` Wer kennt Politiker persönlich? Wer kann positiv auf uns aufmerksam machen? Wer unterstützt uns? Hand in Hand schaffen wir das! Wir müssen alle Landesverbände, alle Vereine zusammen bringen! Wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht, erreichen wir auf Bundesebene weniger als wenn wir alle zusammen arbeiten!

Wir sind noch lange nicht am Ziel, aber auf dem besten Weg dorthin!

Tagesmutterplaner von Doris Kaul 2017/2018

Ich hatte das Vergnügen und durfte den Tagesmütter -väterplaner von Doris Kaul testen. Er ist ein richtiges Buch! Deshalb habe ich auch etwas länger gebraucht. Man kann unendliche viele Dinge eintragen, es gibt Kopiervorlagen für Beobachtungen etc. und für jede Woche eine Doppelseite. Dieser Planer erinnert an viele Dinge und erleichtert der Kindertagespflegeperson die Buchhaltung. Es kann genau eingetragen werden, welches Kind wann wie lange betreut wurde, welche Eltern wann das Essensgeld für wie viele Mahlzeiten bezahlt haben usw.

Aber jetzt mal von vorne. weiterlesen

Zusammen sind wir stärker!

Es ist sehr schwierig für mich diese Zeilen zu schreiben. Zum einen, weil ich sehr erschüttert über die Anfeindungen bin, die mich in den letzten Tagen getroffen haben und zum anderen, weil ich versuche die richtigen Worte zu finden und das nicht leicht ist. Wie wir gesehen haben, ist es völlig egal, wie gut und nett es jemand meint, die Worte können einem einfach im Mund verdreht werden und schwupps ist man der Böse. weiterlesen

Liebe Regierung – wir sind keine 2. Wahl!

Liebe Politiker, liebe Familien und liebe Kollegen,

ich weiß gar nicht, wie ich freundlich auf so ein Wahlprogramm antworten soll.

„Statt Tagespflege als Notlösung Kitas bedarfsgerecht ausbauen

Obwohl seit 2013 alle Kinder einen Rechtsanspruch haben, fehlen in NRW noch immer über 100.000 Kitaplätze für Kinder unter 3 Jahren. Gerade in den ärmeren Städten und Gemeinden werden immer mehr Kinder in der Tagespflege statt in der Kita untergebracht. Tagespflege durch Einzelpersonen in der Privatwohnung kann mit einer viel zu kurzen Qualifizierung von 160 Stunden und ohne verbindliche Qualitätsstandards kein Ersatz für einen Kitaplatz sein. Großtagespflegeeinrichtungen müssen dringend in Kitas mit pädagogischen Standards und sozialer Absicherung für die Beschäftigten umgewandelt werden. Tagesmütter sollen im Rahmen einer Ausbildungsoffensive für Erzieher*innen Weiterbildungsangebote erhalten.

Was tun?
– Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für jedes Kind in jeder Altersgruppe umsetzen

– Ausbildungsoffensive für Erzieher*innen, Weiterbildungsangebote für Tagesmütter

– Tagespflegeplätze ab sofort schrittweise in Kitaplätze umwandeln […]

(Quelle (kann ich die jetzt angeben oder ist das schädlich für die Partei?: (Wahlprogramm die Linke-NRW)

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Manuela Schwesig und die ignorierte Kindertagespflege

Im persönlichen Gespräch mit Manuela Schwesig sagte sie mir, dass sie immer auch die Kindertagespflege meint, wenn sie Kita sagt. Sie macht da keinen Unterschied. In der Rede vom 28.4.17 zum Kita-Ausbau wird die Kindertagespflege mit keinem Wort erwähnt. Frau Schwesig dankt in Ihrer Rede den Erziehern für ihre tolle Arbeit. Ich hoffe sehr, dass sie damit auch sagen will, sie dankt den 44.000 Kindertagespflegepersonen, die viele Kommunen derzeit vor einer Klagewelle retten. weiterlesen