Ein ganz normaler Tag bei Jenny in Gerbrunn

Ein ganz normaler Tag – das gibt es sehr selten bei uns :). Wir machen oft Ausflüge zum Froschteich, in die Natur, zum Bauernhof, zum Turnen, zur Baustelle etc. Außerdem dürfen die Kinder schlafen, wenn sie müde sind. Meist pendelt sich das irgendwann zur Mittagszeit ein. Also hier ein Plan eines ganz normalen Tages ohne Ausflüge und perfekt zeitgleich schlafenden Kindern.     Jenny mit Kindern im Wagen


Mein Tag beginnt um 5:50 Uhr. Wenn ich es schaffe ganz leise zu sein, habe ich eine halbe Stunde nur für mich! Ich kann in Ruhe frühstücken und mich fertig machen. Um spätestens 6:30 Uhr steht mein Mann auf und meist merken das auch meine Jungs (3 und 5 Jahre alt). Jetzt bereite ich Frühstück für meine Familie und für die Tageskinder vor. Ich koche Tee, schmiere Brote, teile Trauben, schneide Bananen und meistens auch Gurke. Die Kinder lieben Gurken.

Um 7 Uhr kommt unser 1. Kind. Mein kleiner Sohn begrüßt seinen besten Freund noch im Schlafanzug und nimmt ihn sofort mit ins Spielzimmer. Die arme Mama ruft noch ein verzweifeltes „Tschüss mein Baggerfahrer“ (er möchte manchmal nicht beim Namen genannt werden…) oder „Halt, ich brauche noch einen Kuss“ hinterher und geht dann beruhigt zur Arbeit.

Die kleinen Jungs sehe ich jetzt (fast) nicht mehr, bis ich meinen kleinen anziehen muss. Sie sind schon längst mitten im Spiel vertieft. Mein großer Sohn frühstückt mit Papa und lässt sich vom Papa beim Anziehen helfen. Ich bereite währenddessen das Mittagessen vor. Um spätestens 7:45 Uhr müssen meine beiden Jungs angezogen sein. Dann putzen wir Zähne. Nach dem Zähne putzen (oder währenddessen) kommt unsere Einjährige. Sie kommandiert ihren Papa durch unser Haus und zeigt ihm, wo ihr Kinderwagen abgestellt werden muss. Sie ist unsere Chefin (denkt sie ;)).

Kurz danach kommt unser Einjähriger Junge. Er kuschelt immer noch kurz mit Mama und darf sich dann direkt in den Kinderwagen setzen. Jetzt geht es nämlich los in den Kindergarten. Mein großer Sohn möchte nicht zu spät kommen. Die kleinen Jungs rufen „Wir willen nicht“ und ich muss sie zum „Feuerwehreinsatz“ rufen, damit sie mitkommen. „Schnell Feuerwehrleute, der Kindergarten brennt, Einsatz. Schuhe anziehen, Jacke anziehen und los ins Feuerwehrauto!“ Dann rutschen die Jungs noch die Beine der Arbeitsplatte hinunter (das machen Feuerwehrleute so) und hüpfen aufs Laufrad (natürlich mit Helm).

alle schlafen

Auf dem Weg müssen die Jungs an der Laternenstange herunter rutschen. Sie wissen genau, bis wohin sie alleine laufen bzw. fahren dürfen und wo sie auf mich warten müssen. Wir wohnen in einem Gebiet mit vielen Fußgängerwegen und Spielstraßen, da ist es kein Problem, wenn die Kinder selbstständig laufen. An der Straße fahren und laufen alle am Wagen. Ich kann mit meinem Wagen direkt in die Garderobe des Kindergartens fahren. Die älteren Kinder halten mir selbstverständlich die Türen auf. Die Kinder setzen sich in der Garderobe auf die Bank oder bleiben im Wagen sitzen. Danach verabschieden wir uns alle und winken am Fenster.

Auf dem Rückweg entdecken wir dann in Ruhe die Welt. Wir schauen uns die Baustelle neben dem Kindergarten an, wir hören die neu geschlüpften Vögel in der Garage, wir laufen Katzen hinterher, spielen in Pfützen und balancieren auf Mauern.

Baden in Pfütze                                               2016 Baustelle

Daheim angekommen frühstücken wir und unser letztes Tageskind kommt. Danach machen wir meistens einen kleinen Morgenkreis mit Liedern, Fingerspielen und was uns sonst noch einfällt. Von 9:15 – 11 Uhr dürfen die Kinder nun spielen, basteln, kneten, klettern, bauen, Musik machen, Bücher anschauen etc. Ich beobachte viel, leite Spiele an, lese Bücher vor, bringe den Kindern unauffällig etwas bei wir haben Spaß und ich bin für die Kinder da. Natürlich ist in diesem Alter Einzelförderung nötig und wichtig.

Kinder spielen

Natürlich gehen wir auch (fast) täglich in den Garten. Dort wird im Sand (und leider auch daneben) gebaggert, „betoniert“, „gepflastert“ und gegraben. Die Kinder können schaukeln, Fahrzeuge fahren, im Matsch spielen und vieles mehr.

 

   Jakob    LochmacherIMG_20150528_140425Toni kocht

Um 11 Uhr gibt es dann Mittagessen. Manchmal „helfen“ die Kinder (im Tragetuch oder am Tisch).

„Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben – guten Apettit ihr Lieben“

Nach dem Essen gehen wir ins Badezimmer und waschen Hände, Gesicht und putzen die Zähne.

Gewickelt wird bei Bedarf. Aber nach dem Mittagessen brauchen fast alle Kinder eine neue Windel. Ich nehme mir für jedes Kind Zeit und es wird gekuschelt und erzählt. Wer fertig gewickelt ist, darf sich schon ins Bett kuscheln. Ich mache die Melody vom Babyphon an, lasse den Rolle herunter und schalte unser Nachtlicht („Knirpsi“ die Schildkröte) ein. Sie projeziert Sterne an die Zimmerdecke. Dann schlafen die Kinder meist alle friedlich in ihrem Bett oder im Kinderwagen (für Kinder, die noch nicht im Bett schlafen können oder eher aufwachen). Zur Zeit schlafen die Kinder nicht gleichzeitig, d. h. ich lege die Kinder individuell ins Bett und ich habe keine Mittagspause.

Um 13:45 Uhr sind dann meist alle Kinder wieder wach. Dann wird erstmal gekuschelt.

Nachdem die Kinder wieder alle frisch gemacht sind, gehen wir zum Kindergarten und holen unseren Großen ab. Bevor wir los laufen (14 Uhr), wird unser großer Junge (3) abgeholt. Um 14:30 Uhr sind wir wieder daheim und unsere beiden Kleinen werden abgeholt.

In der letzten Stunde gibts noch mal einen Nachmittagssnack für die 3 Kinder (1 Tageskind + meine beiden). Wir verbringen den Nachmittag meistens im Garten. Unsere Maus wird um 15:30 Uhr abgeholt.

98 IMG_20150707_152547

Dann habe ich Zeit zum Aufräumen, Putzen, Vorbereiten, Portfoliomappen, Kochen für den nächsten Tag, usw.

 

Header www.tagesmutter-gerbrunn.de

Jenny

Jenny

Ich bin eine qualifizierte Tagesmutter und Erzieherin aus Bayern (Würzburg). Ich betreue die Kinder in unserem eigenem Haus in extra für die Tageskinder eingerichteten Räumlichkeiten. Ich engagiere mich derzeit für eine leistungsgerechte Bezahlung der Tagesmütter.