Kinder und Tiere…

Die Liebe und Zuneigung eines Tieres zu erfahren gehört meiner Meinung nach zu den schönsten Erfahrungen, die man machen kann. Die Liebe eines Tieres erwartet keinen Dank, keine Gegenleistung… Sie ist bedingungslos…

Meiner Meinung nach ist es für Kinder enorm wichtig mit Tieren aufzuwachsen. Es fördert nicht nur das Sozialverhalten, sondern die Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen und wie sie sich einem anderen Lebewesen gegenüber zu verhalten haben. Sowohl einem stärkeren, als auch einem schwächeren gegenüber….


Das Thema ist mir sogar so wichtig, dass ich die Erziehung meiner eigenen Kinder und meine Tagespflege Zwergenstube danach ausrichte, und ebenfalls meine Abschlussarbeit darüber geschrieben habe. Ich habe jetzt nicht vor über den Umgang mit Tieren zu berichten oder gar Empfehlungen darüber auszusprechen, welches Kind in welchem Alter für welches Haustier geeignet ist…Nein.

Vielmehr beschäftigt mich seit ein paar Tagen die Aussage einer Mutter, die zum ersten mal mit Ihrem Kind bei mir war: wie es hier mit den vielen Tieren so sauber sein kann?! Ich war total geplättet und dachte so für mich… soooo viele sind es doch gar nicht…5 Katzen und ein großer Hund, dazu ein Aquarium und ein kleiner Gartenteich. Ginge es nach mir, hätten wir Ponys, Schafe und Ziegen, Hasen ….mir fällt da spontan ganz viel ein :).

Hierzu muss ich betonen, dass ich in unserem Privathaushalt betreue, selbst Mutter zweier Kinder im Alter von 3 und 4 Jahren bin und allgemein sehr viel mit den Kindern draußen unterwegs bin. Sei es Kühe und Schafe schauen, auch ein Ausflug zum Bauernhof kommt öfter vor. Wir wandern zur Alpaka-Farm oder buddeln im Waldboden nach Käfern und Würmern.

Nicht jeder hat die Möglichkeit einem Haustier die nötige Zeit und artgerechte Haltung zu ermöglichen, weshalb dann auf Haustiere verzichtet wird, das ist auch gut so. Aber warum, um Himmels Willen, soll es denn bei Leuten, mit vielen Haustieren schmutzig sein?

Natürlich verlieren sowohl der Hund, als auch die Katzen, Haare, haben gelegentlich schmutzige Pfoten oder bringen ungeliebte Gäste mit. Heutzutage gibt es aber auch die nötigen Haushaltshelfer, wie Staubsauger, Wischmopp und Sagrotan.

Ich wurde auch schon von einer anderen Kindergarten-Mutti gefragt, ob die Eltern der Tageskinder eigentlich nichts gegen den Hund haben?! – 

Eine Mutter brachte Ihr Kind gerade wegen den Tieren! Sie selbst hatte absolute Panik vor Hunden, außerdem eine Katzenhaarallergie und wollte aber, dass Ihr Kind Kontakt zu Tieren hat, um ohne Angst vor Hunden aufzuwachsen.

Mir stellte sich aber immer wieder die Frage, gibt es wirklich Eltern, die mich als Tagesmutter von vorneherein ausschließen, weil ich Tiere habe!? Auf meiner Homepage mache ich auch keinen Hehl daraus, dass es hier auch vierbeinige Mitbewohner gibt.

Das wird auch so bleiben, denn die Tiere gehören bei uns zur Familie.

 

Geschrieben von Kathrin Kurzke

Jenny

Jenny

Ich bin eine qualifizierte Tagesmutter und Erzieherin aus Bayern (Würzburg). Ich betreue die Kinder in unserem eigenem Haus in extra für die Tageskinder eingerichteten Räumlichkeiten. Ich engagiere mich derzeit für eine leistungsgerechte Bezahlung der Tagesmütter.

5 Gedanken zu „Kinder und Tiere…

  1. Ich habe einen Kater die kinder lieben ihn und er die kinder☺.
    eine Mutter erzählte mir gestern das die 1,5Jahre alte Tochter den Namen rufend von dem Kater zuhause durchs Wohnzimmer läuft und ihn sucht am Wochenende. ☺

  2. In unserem Haushalt haben wir zwei Katzen, die von den Kindern in aller Regel sehr geliebt werden.
    Vor einigen Jahren hatten wir jedoch zwei Kinder kurzzeitig zu betreuen, die Haustiere gar nicht kannten, zumindest das Mädchen hatte anfänglich große Angst vor unseren Katzen. Wir haben ihr dann erklärt, wie sie mit den Katzen umgehen kann, und sie hat innerhalb weniger Tage so ein Vertrauen zu den Tieren entwickelt, dass sie die Katzen dann problemlos gestreichelt hat. Als wir der Mutter ein solches Bild gezeigt haben, hat sie sich sehr gewundert.
    Was die Sauberkeit angeht: Natürlich verlieren die Katzen auch Haare, und gelegentlich kommen sie auch mal mit dreckigen Pfoten von den nächtlichen Ausflügen heim. Aber ich meine, dass der Arbeitsaufwand mit zwei Katzen geringer ist als mit Meerschweinchen, die wir vorher hatten.

  3. Wir können leider (fast) keine Haustiere haben, weil mein Mann gegen so ziemlich alles allergisch ist. Wir hatten bis vor Kurzem Reptilien und werden auch wieder Chamäleons welche holen. Aber das sind keine Streicheltiere. Mit den Tageskindern gehen wir einmal im Monat auf einen Bauernhof. Die Schafe, die Hühner, die Pferde, die Esel, die Katzen, die Küken, die Hasen und die Kühe finden die Kinder ganz toll!

  4. Wir haben 2 Katzen, 2 Kaninchen, 2 Kanarienvögel, einem Teich mit Fischen und seit einem Jahr unseren großen Hund 🙂 Eine Kollegin warnte mich vorher auch, dass ich wegen dem großen Hund keine Kinder mehr bekommen würde. .. das Gegenteil ist der Fall. Alle, die anfangs Ängste hatten, verloren sie schnell und begegnen anderen Tieren offener gegenüber.
    Man muss klar sein und wissen, was man tut. Pennibel darf man bei mir allerdings nicht sein, mein Hund verliert viel langes Haar und geht gerne auf Tuchfühlung, aber das härtet ab. Allerguen hatte ich bis jetzt noch keine bei den Kindern und es beteichert unseren Alltag.
    Ich finde Haustiere ganz wichtig!

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