Forderungen an das Jugendamt

Bevor unser Schreiben an den Jugendhilfeausschuss abgeschickt wird, möchte ich euch die Gelegenheit geben es durchzulesen und Feedback zu geben. Wir haben u. a. Punkte bzgl. der Bezahlung, der Krankheitsvertretungsregelung, der Randzeitenbetreuung und zur Betreuung von Kindern mit erhöhtem Förderaufwand aufgeführt.


Unsere Vorschläge für eine qualitativ hochwertige Betreuung und eine leistungsgerechte Bezahlung

1. Bezahlung der Fachkräfte für Kindertagespflege (kurz Tagesmutter), 173 Arbeitsstunden pro Monat:

Qualität zu messen ist leider nicht möglich. Wir möchten aber die Qualität der Kindertagespflege verbessern und schlagen deshalb eine Bezahlung nach Engagement vor. Durch dieses System kann jede Kindertagespflegeperson selbst entscheiden, wie viel sie sich engagieren möchte und wie hoch ihr Stundensatz ist.

Auf die höchste Stufe kommt eine Kindertagespflegeperson erst, wenn sie mindestens 5 Jahre Berufserfahrung als „Tagesmutter“ gesammelt hat. Die ersten Jahre werden auch häufig nur zur Überbrückung der Elternzeit der eigenen Kinder genutzt. Tagespflegepersonen, die diesen Beruf länger als 5 Jahre ausüben, wollen langfristig eine gute Betreuung anbieten und dies ist auch dementsprechend zu bezahlen.

Stufe 1: Tagesmutter mit Qualifikationskurs
+ 15 Fortbildungsstunden im Jahr
4,20 €
2,25 € Förderleistung
1,73 € Sachkosten
Stufe 2: Fachkraft für Kindertagespflege mit Qualifikationskurs
+ 30 Fortbildungsstunden im JahroderFachkraft für Kindertagespflege mit pädagogischer Ausbildung
+ 15 Stunden Fortbildung im Jahr
4,50 €
2,77 € Förderleistung
1,73 € Sachkosten
Stufe 3: Fachkraft für Kindertagespflege mit mind. 5 Jahren Erfahrung
+ 30 Fortbildungsstunden im JahroderFachkraft für Kindertagespflege mit pädagogischer Ausbildungmit mind. 5 Jahren Berufserfahrung (in der Arbeit mit Kindern)
+ 30 Fortbildungsstunden im Jahr
5,00 €
3,27 € Förderleistung
1,73 € Sachkosten

+ jährliche Anpassung nach der Preissteigerungsrate!

Außerdem ist es notwendig Vor- und Nachbereitungszeit zu bezahlen (in Kitas ist dies auch der Fall). 5 – 10 Stunden pro Woche sind hier für eine Fachkraft für Kindertagespflege zu veranschlagen (wir müssen selbst putzen, müssen selbst einkaufen, alleine vorbereiten, etc.). Eine Pauschale von mind. 100 Euro pro besetzen Platz pro Monat wäre hier am Einfachsten zu realisieren und auch angemessen.Für regelmäßiges Durchführen und Dokumentieren der Entwicklung der Kinder gibt es pro Kind pro Jahr eine Pauschale von 150 Euro.

leistungsgerechte Bezahlung, gestaffelt nach Qualifikation, Anerkennung der Vor- und Nachbereitungszeiten, Pauschale zur Erhöhung der Qualität (Dokumentation)

2. Verlässliche Vertretungsregelungen

Viele Kindertagespflegepersonen haben bereits eine gut funktionierende Lösung für Ausfälle. Allerdings sollte die Bezahlung der sogenannten Springer mindestens der Bezahlung der Kindertagespflegepersonen entsprechen. Als finanzielle Anerkennung der Flexibilität ist eher ein höhere Stundensatz zu wählen (dafür fallen meist keine Sachkosten an – für die zu vertretende Kindertagespflegeperson aber schon!). Außerdem haben längst nicht alle Kindertagespflegepersonen eine verlässliche Vertretung. Eine Kollegin wird von einer „Springerin“ betreut, die 14 Tagespflegepersonen regelmäßig besuchen und vertreten muss. Die Kinder haben keine Gelegenheit diese richtig kennen zu lernen um zu ihr eine Bindung aufzubauen.

Für Ausfallzeiten einer Tagespflegeperson ist rechtzeitig eine andere Betreuungsmöglichkeit für das Kind sicherzustellen. (SGB VIII § 23)

Hier ein Auszug aus dem Handbuch Kindertagespflege vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ):

4.2.2.6.1 Vertretungssystem bei Urlaub, Krankheit oder kurzfristigen Notfällen

Für Eltern ist eine Vertretungsregelung in der Kindertagespflege wichtig. Sie muss verlässlich und gut organisiert sein. Laut § 23 SGB VIII haben Eltern einen Anspruch auf Vertretung, welche das Jugendamt zu gewährleisten hat.

Die Person, die die Vertretung übernimmt, sollte den Kindern vertraut sein. Das bedeutet, dass unabhängig vom konkreten Vertretungsfall regelmäßige Treffen mit Tageskindern und der Vertretungsperson stattfinden sollten.

→ Verlässliche Vertretungsregelung mit leistungsgerechter Bezahlung

3. Bezahlte Ausfalltage

Bei einem Stundensatz von unter 6 Euro pro Stunde und Kind ist es uns Kindertagespflegepersonen nicht möglich Geld für Ausfalltage zurück zu legen. Deshalb ist es unabdingbar, dass weiterhin 30 Ausfalltage bezahlt werden. Des weiteren fallen bei zusätzlichen Krankheitstagen auch die Betriebskosten/Sachaufwandskosten für die kranke Tagespflegeperson an. Diese müssen also weiterhin entweder der Ersatzbetreuung oder, wenn im Haus der kranken Kindertagespflegeperson betreut wird, auch dieser bezahlt werden.

→ mindestens 30 bezahlte Ausfalltage + unbegrenzte Erstattung der Sachkosten

4. Pauschale Monatsbeiträge

Die Eltern buchen bei uns eine gewisse Anzahl von Stunden pro Monat. Diese werden für dieses Kind freigehalten. Es ist also auch notwendig, dass genau diese gebuchten Stunden auch bezahlt werden – so wie es bisher der Fall ist.

→ kalkulierbarer Monatssatz

5. Kinder über 3 Jahre

Es ist unabdingbar, dass auch Kinder, die während der Betreuung durch die Fachkraft für Kindertagespflege ihr 3. Lebensjahr vollenden, auch weiterhin mit dem bisherigem Stundensatz gefördert werden. Meist bekommen die Kinder nicht genau an ihrem 3. Geburtstag den Kindergartenplatz.

Auch für Kindergartenkinder und Schulkinder ist es sinnvoll diesen Satz zu zahlen, da diese Kinder nur stundenweise in Randzeitenbetreuung kommen und sich diese Stunden für die Kindertagespflegeperson in keinster Weise rentieren.

→ Gleiche Förderung für Kinder über 3 Jahre

6. Keine Begrenzung der Buchungszeiten

Die Eltern sollen frei entscheiden können, wie lange sie ihre Kinder betreuen lassen möchten. In Kitas gibt es, nicht wie bei uns, keine Begrenzung der Buchungszeiten. Das ist ein großer Nachteil für uns Tagespflegepersonen. Im Zuge der Gleichstellung sollte es keine Einschränkung geben (derzeit 25 Stunden für nicht arbeitende Eltern).

→ Keine Begrenzung der Buchungszeiten

7. Essensgeld

Es gibt derzeit verschiedene Modelle der Verpflegung der Kinder. Einige Tagespflegepersonen kochen vielseitig, kindgerecht und gesund (teilweise auch Bio und Regional) und andere lassen das Essen von den Eltern mitbringen. Essensgeld oder andere Zuzahlungen von Seiten der Eltern sind verboten. Das bedeutet, dass die Fachkräfte für Kindertagespflege, die Geld und Arbeit investieren am Schluss weniger Geld übrig haben. Mehr Service und Qualität für weniger Entgelt. Das ist nicht gerecht. Entweder sollte das Essensgeld von Eltern separat gezahlt werden dürfen (wie es auch in den Kitas der Fall ist) oder die Kindertagespflegepersonen, die selbst kochen, bekommen dieses Geld vom Jugendamt zusätzlich.

Für eine 8 Stunden Betreuung zahlen die Eltern für die Kindertagespflege 220 Euro für einen Platz in der Kita ca. 208 Euro + 50 Euro Essensgeld. Teilweise sind die Elternbeiträge trotz 50 Euro Essensgeld noch unter dem Preis, den die Eltern für die Kindertagespflege zahlen und das ohne Essensgeld. Den Eltern kann man eine zusätzlichen Beitrag für die Verpflegung also nicht zumuten, da sonst der Unterschied zu den Kindertagesstätten unverhältnismäßig groß wäre. Bleibt also nur noch das Jugendamt also Kostenträger für die Verpflegung der Kinder.

→ Faire Regelung für das Essensgeld

8. Kündigungsfristen

Derzeit betragen die Kündigungsfristen 4 Wochen zum Monatsende im Landkreis Würzburg und

2 Monate in der Stadt Würzburg („Im Übrigen kann der Vertrag von jeder Partei mit einer Frist von einem Monat zum Ende des Folgemonats gegenüber den Vertragspartnern schriftlich gekündigt werden.“)

Es ist wohl nur in Ausnahmefällen möglich innerhalb von zwei Monaten oder kürzer ein „Ersatzkind“ zu finden. Durchschnittlich braucht eine Fachkraft für Kindertagespflege 3 Monate um ein neues Kind zu finden, bzw. gefunden zu werden.

Da wir selbstständig sind, müssen wir für solche Ausfälle Rücklagen bilden, das bisher nicht möglich ist. Wir müssen kalkulieren können und das können wir nicht, wenn Eltern so unvorhersehbar kündigen können.

→ Kalkulierbare Kündigungsfristen

9. Erhöhter Stundensatz für Kinder mit Behinderung und Kinder unter einem Jahr

Der Landkreis Würzburg sieht bereits in der Satzung einen erhöhten Förderbetrag vor. Leider ist dies bisher nicht umsetzbar. Es ist unerlässlich für Kinder mit Behinderung einen erhöhten Satz zu zahlen, da der Förderaufwand unumstritten erhöht ist und somit weniger Kinder gleichzeitig betreut werden können. Die Kindertagespflege bietet gerade Kindern mit Behinderung einen guten, familiären Rahmen um die Welt außerhalb der Familie sicher kennen zu lernen. (Satzung Landkreis Würzburg)

Auch Kinder unter einem Jahr haben einen erhöhten Förderaufwand. Sie werden öfter gefüttert, können noch nicht laufen und brauchen viel mehr Nähe und Sicherheit. Viele von Ihnen haben sicher selbst Kinder und wissen, dass ein Baby noch überhaupt kein Verständnis dafür hat, dass es jetzt nicht sofort etwas zu Essen haben kann, weil es jetzt plötzlich Hunger hat. Die Betreuung eines Säuglings ist eine Herausforderung. Es ist nicht möglich nebenbei noch 4 weitere Kinder qualitativ hochwertig zu betreuen. Die Förderleistung sollte also auch für Kinder unter einem Jahr angehoben werden, damit es weiterhin möglich ist eine hochwertige und kindgerechte Betreuung anzubieten und somit den Betreuungsschlüssel dementsprechend nach Aufwand zu senken. (mit Nachweis des Arbeitgebers über die Arbeitszeiten der Eltern).

→ Erhöhter Stundensatz für Kinder mit Behinderung bzw. erhöhtem Betreuungsaufwand

10. Erhöhter Stundensatz für Randzeitenbetreuung

Kindertagespflegepersonen bieten oft Randzeitenbetreuung an – als einzige Institution. Schicht arbeitende Eltern brauchen uns. Randzeiten sollten also mit einem deutlich erhöhtem Stundensatz vergütet werden, da sich diese Arbeit sonst in keinster Weise rechnet. (Die Stadt Würzburg bietet dies bereits schon). Als Randzeiten verstehen wir Zeiten vor 8 Uhr und nach 17 Uhr, da diese Zeiten nur von vereinzelten Eltern gebucht werden und somit in diesen Zeiten ein besserer Betreuungsschlüssel geboten wird und es sich finanziell für die Tagespflegeperson nicht rentiert nur ein Kind zu betreuen für 3,98 Euro die Stunde zu betreuen. Die Argumentation, dass ein Kind nachts schläft und deshalb nicht die komplette Nacht gezahlt wird, stimmt nicht. Die Kinder sind unter 3 Jahren und es ist nur natürlich, dass sie nachts mehrmals aufwachen. Wir Tagespflegepersonen haben die ganze Nacht die volle Verantwortung für ein fremdes Kind – gut schlafen können wir da nicht.

Pflegekräfte, die sogenannte „Rund-um-die-Uhr-Dienste“ ausüben, sind für diese Zeiten auch mit dem Mindestlohn zu entlohnen, also auch für Arbeitsbereitschaftszeiten und Bereitschaftsdienste – wie das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einem Urteil vom 19. November 2014 (5 AZR 1101/12) klargestellt hat.

Diese Aussage bezieht sich natürlich auf Angestellte, die Situation ist aber eine sehr ähnliche.

→ Erhöhung der Stundensätze für Randzeiten und Nachtbetreuung

11. Jährliche Anpassung der Stundensätze

„Eine Anpassung der Stundensätze wie auch der Verpflegungspauschalen erfolgt jährlich zum 01.08. Die Stundensätze werden anhand der jahresdurchschnittlichen Preissteigerungsrate des Bundes (Verbraucherpreisindex für Deutschland) für das Vorjahr erhöht. Bei sinkender Preissteigerungsrate bleibt der Stundensatz unverändert. Die Anpassung der Verpflegungspauschalen erfolgt anhand der jahresdurchschnittlichen Preissteigerungsrate für Nahrungsmittel. Bei sinkender Preissteigerungsrate erfolgt auch eine Senkung der Verpflegungspauschalen.“ (Zitat aus der Satzung von Göttingen)

→ Preissteigerungsrate jährlich berücksichtigen

 

Natürlich soll dieses Dokument euch auch helfen eure Forderungen zu formulieren, wenn ihr euch an den Jugendhilfeausschuss wendet. Es wäre deshalb sehr schön, wenn ihr sämtliche Ideen und Vorschläge als Kommentare hier unter dem Blogeintrag postet. Das hilft uns allen weiter.

Ich bin mir sicher, dass auch unsere Politiker eine hochwertige Betreuung durch Kindertagespflegepersonen wollen. Wichtig ist ihnen aber auch, dass man mit uns rechnen kann, dass wir zuverlässig und langjährig verfügbar sind. Das erreicht man durch eine angemessene Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen.

Jenny

Jenny

Ich bin eine qualifizierte Tagesmutter und Erzieherin aus Bayern (Würzburg). Ich betreue die Kinder in unserem eigenem Haus in extra für die Tageskinder eingerichteten Räumlichkeiten. Ich engagiere mich derzeit für eine leistungsgerechte Bezahlung der Tagesmütter.

6 Gedanken zu „Forderungen an das Jugendamt

  1. Liebe Jenny,
    dein Schreiben an das Jugendamt zeugt von deiner hohen Sachkenntnis. Lass mich trotzdem ein paar Anmerkungen dazu machen:
    eine Staffelung der Vergütung von uns TPP halte ich nicht für gut. Die Stadt Dortmund hatte genau das vor. Wir haben uns aber erfolgreich dagegen gewehrt. Wir sind alle selbständig und tragen alle das gleiche Risiko und arbeiten alle nach dem (in NRW ist es das kibiz) kinderbildungsgesetz. Kein sebständiger Handwerksmeister wird seine Preise nach seiner Berufserfahrung kalkulieren sondern nach seiner Gewinn – und Verlustrechnung. Wir erhalten in Dortmund ab dem 1.1.15 5,00 € pro Kind pro Stunde dazu 20 Krankheitstage und 20 Urlaubstage bezahlt. Um eine finanzielle Gleichstellung mit einer Angestellten Erzieherin zu erzielen, müsste unser Stundensatz bei 5, 69 € liegen.

    Was du über die stundenbeschränkung für Eltern in der Kindertagespflege schreibst, findet meine Zustimmung. Meine Argumentation ist allerdings gs eine andere. Ich will demnächst in Dortmund eine Unterschriftenaktion zu dem Thema starten. Es ist ungerecht, dass man Familien, die es sich finanziell leisten können, auf ein Einkommen zu verzichten, die dadurch schon vom Ehegattensplitting profitieren auch noch die Herdprämie hinterher schmeißt, Familien aber, in denen beide Elternteile berufstätig sind, nur soviel Stunden an Kinderbetreuung zugesteht, wie ihre Arbeitszeit zuzüglich Fahrzeit beträgt. Familien, die unter der Doppelbelastung kind (er) und Beruf stehen, brauchen mehr Betreuungszeit. Wir kennen die Mütter, die mit Ringen unter den Augen morgens zu uns bringen, die vom nächtlichen Durchschlafen träumen, die auch mal freie Zeit nur für sich brauchen. Wer nicht berufstätig ist, kommt mit 25 Stunden Betreuungszeit aus, wer aber einem Beruf nachgeht, sollte selber entscheiden können, welche Betreuungszeit er oder sie braucht. Hier will ich ansetzen. Übrigens, in Dortmund müssen auch Kitas Bschäftigungsnachweise von den Eltern anfordern. Sie werden aber im Gegensatz zu uns nicht kontrolliert.
    liebe Grüße
    Karin Kesten

  2. Die Staffelung haben wir drin,weil manche Tagesmütter hier auf keinen Fall mehr verdienen wollen. Und diejenigen, die sich engagieren wollen auch mehr verdienen, als die, die das nicht tun.

  3. Da warst du aber wieder fleißig und ich verstehe deine Beweggründe für die Staffelung und begrüße sie auch. Bei uns wird es ähnlich praktiziert, wobei ich die 5-Jahresregel eine super Idee finde! Wer mehr als 5 Jahre als TPP arbeitet, machts dies mit höhrerer Wahrscheinlichkeit auch beruflich, um Geld zu verdienen und hat bereits mehr Erfahrung. Und es besteht nun mal auch ein Unterschied, ob jemand „nur“ die Tagesmutterausbildung hat oder eine pädagogische Ausbildung, das möchte ich persönlich auch anerkannt wissen. Eine Erzieherin bekommt, soweit ich weiß, auch eine Gehaltssteigerung nach mehr Berufsjahren und ein selbstständiger Handwerker erhöht sehrwohl auch seine Preise, wenn er gut arbeitet und mehr Erfahrung hat!
    Ich finde nur 30 h Weiterbildung pro Jahr etwas unverhältnismäßig, vor allem für pädagogische Kräfte.

  4. 15 Stunden Fortbildung sind bei uns Pflicht. Viele von uns haben derzeit schon an die 40 Fortbildungsstunden pro Jahr. Finde ich für Erzieher dich sinnvoll. Ich habe meine Erzieherausbildung 2006 beendet und so gut wie nichts über Kinder unter 3 Jahren gelernt.

  5. Hallo,
    ich finde dein Schreiben klasse! Dickes Lob für soviel Einsatz und Engagement!!!!! Ich bin hier (Iserlohn) grade ziemlich gefrustet, weil unser Tagespflegebüro seit einem Jahr an der Zersplitterung der TPP`s als starke Gruppe arbeitet und viele aus Angst vor keiner Vermittlung den Schwanz einziehen und sich einschüchtern lassen.
    Ich selber bin nun seit 25 Jahren mit Leib und Seele Tagesmutter. Ich kämpfe immer für meine Rechte .
    Ja, mehr und sicherere Bezahlung wäre echt toll. Vertretung läuft bei uns so, das wir diese besorgen und selber bezahlen müssen. Fortbildungen sind bei uns 4 Std. im Jahr Pflicht plus 6 Termine Reflexionsgruppe. Wir haben seit Jahren gefordert das man die Zahl der pflichtfortbildungen erhöht…. dann würde sich die Spreu ganz schnell vom Weizen trennen. Ich komme auch locker auf 20 bis 30 Fortbildungsstd. im Jahr. Aber viele haben da gar keine Lust zu. Warum sollen die das gleiche Verdienen wie wir anderen?

    1. @Martina: Warum lasst ihr euch dieses „Vertretungsmodell“ gefallen? Das Jugendamt ist laut Gesetz verpflichtet für Vertretung zu sorgen und darf dies nicht einfach so delegieren.

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