Ist meinen Kindern langweilig?

Heute muss ich einen persönlichen Artikel schreiben, es geht diesmal nicht um meine Tageskinder oder Tageskinder allgemein, sondern um meine eigenen beiden Jungs. Auf dem Weg zum Kindergarten treffe ich andere Mütter und unterhalte mich natürlich gerne mit ihnen (es ist sehr angenehm zwischendurch mal mit Erwachsenen reden zu können). Eine Bekannte fragte mich dann, was ich denn heute mit meinen Kindern mache. Ich war etwas verwirrt und wusste nicht, worauf sie hinaus will. Wir laufen heim, dann lege ich die Tageskinder ins Bett, dann habe ich Zeit für meinen großen Sohn (der kleine schläft) und heute nachmittag sind wir dann wahrscheinlich im Garten, heute Abend gibt es Abendessen. Da das sicher nicht die Antwort war, die sie hören wollte, fragte ich etwas verwirrt? „Unternehmt ihr denn jeden Tag etwas?“ Ihre Antwort war „ja“ und jetzt frage ich mich: Bin ich eine schlechte, langweilige Mutter, weil ich nicht jeden Tag etwas unternehme? Wie viel Action brauchen die Kinder denn?  (mehr …)

Betreuungsqualität in Kitas – Aus Sicht des päd. Personals

Heute durfte ich wieder einen von unzähligen Artikeln über das Thema „Betreuungsqualität in Kitas“ lesen. Ich habe seit langem keinen positiven Bericht mehr lesen dürfen – wie denn auch, wenn der Betreuungsschlüssel und die gesamten Bedingungen häufig so schlecht sind. Schön reden hilft da nicht. Die Zustände in deutschen Kindergärten und Krippen sind anstrengend für die Kinder und für die Erzieher. Die armen Erzieher tun ihr bestmöglichstes um den Alltag für die Kinder so schön wie möglich zu gestalten. Experten sind sich einig, dass sich etwas ändern muss. Aber welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit eine Betreuungseinrichtung eine gute Betreuungsqualität bieten kann? Was sagen Spezialisten dazu? Und wie kann man das Problem lösen? (mehr …)

Regeln – wie viele sind nötig? – 3

Heute möchte ich euch meine Meinung zum Thema Regeln erläutern. Als ich den ersten Artikel zu diesem Thema gelesen habe, war ich mir ganz sicher, dass ich nicht so streng bin und beim zweiten Artikel war mir noch klarer, dass ich da ganz anderer Meinung bin. Und jetzt bin ich gerade dabei den Artikel zu schreiben und merke, dass meine Meinung doch nicht so sehr von der Meinung meiner Kolleginnen abweicht.  Ganz ohne Regeln geht es meiner Meinung nach nicht, aber wie viele Regeln sind sinnvoll und gut für ein Kind? (mehr …)

Regeln sind wichtig für die Eltern-Kind-Beziehung – 2

Regeln stellen und einhalten – wichtig für die Eltern Kind Beziehung

Wir widmen uns in dieser Serie dem Thema Regeln. Regeln, die für die Kinder gelten. Da dies ein so umfassendes, vielfältiges und so emotionales Thema ist, gibt es nicht die richtige Antwort auf die Frage, wie man mit Regeln umzugehen hat, sondern es gibt viele Meinungen zu diesem Thema.

Heute geht es weiter mit der Meinung von Kathi, staatlich anerkannte Erzieherin und Tagespflegeperson.

Regeln sind so wichtig und doch so schwer umzusetzen bzw. einzuhalten. Warum haben immer mehr die Angst davor Regeln zu setzen? Ist es Angst, Unsicherheit, oder die Meinung damit etwas Gutes zu tun?

Regeln sind meist erstmal negativ belastet und man verbindet sie mit Konsequenzen, Einschränkungen, Anpassung und Beeinflussung.

Aber eigentlich ist es genau das Gegenteil. Regeln geben dem Kleinkind, welches sich noch nicht auskennt, in der Welt die notwendige Sicherheit die es braucht. Dabei ist es wichtig, dass es nicht zu viele Regeln gibt, sondern lieber gut ausgewählte, die dann aber auch konsequent eingehalten werden. Ein Kind sollte Freiraum haben um sich zu entfalten und ausprobieren zu können. Bei all dem Freiraum sollten gewisse Regeln das Kind stützen und unterstützen.

Es gibt immer mehr Eltern die der Meinung sind, das Regeln unnötig sind und Kinder alles selber bestimmen sollen. Ich selber bin auch ein großer Freund der Partizipation, allerdings bis zu einem gewissen Punkt.

Denn nun mal ehrlich: Ein Kleinkind weiß nun mal nicht was richtig und was falsch ist, es weiß nicht wie man sich in gewissen Situationen benehmen muss. Es gibt einfach Dinge im Leben die müssen einem gezeigt werden, sei es zum Schutz vor Gefahren, Schutz vor negativen Erlebnissen oder einfach um sich später in der Gesellschaft zurechtfinden zu können. Oftmal sind Kinder, die so offen erzogen werden, ziemlich „verloren“ und benehmen sich auch so. Eltern denken sie tun ihrem Kind mit dem komplett eigenständigen Erkunden und Handeln etwas Gutes.

Ich bin anderer Meinung. Ich habe mit vielen Kindern gearbeitet die aus unterschiedlichen Gründen wenig bis keine Regeln kannten. Jedenfals nicht von zu Hause. Das erste Problem tritt auf, wenn das Kind zur Tagesmutter oder in die Kita kommt. Warum? – Da gibt es einige Regeln die einen durch den Tag begleiten und an die man sich halten muss.  Das ist natürlich erstmal eine Herausforderungen für die Kinder die keinerlei Regeln und Grenzen kennen.

Oftmals kommt man dann in den Abhol- oder Bringsituationen in unschöne Situationen weil das Kind nicht weiß wie es sich verhalten soll. Es fehlt eine einheitliche Regelung beider Parteien.

Immer wieder gerne nehme ich das Beispiel einer Tagesmutter. Wenn die Kinder raus gehen oder rein kommen setzen sie sich auf die Bank und ziehen sich so weit sie können aus oder werden ausgezogen. Das wissen alle und machen dies auch immer, ohne dass es da irgendwelche Fragen oder Diskussionen gibt. Anders ist es, in manchen Abholsituationen. Das Kind fängt an zu meckern, will sich nicht anziehen, dann nur auf dem Schoß, dann aber keine Schuhe usw.

Jetzt könnte man denken, nun ja, dann will mein Kind das eben nicht, dann geht es halt so und gut ist. Ja erstmal ist das der Weg des geringsten Widerstandes, aber auf Dauer wird es das Leben für die Eltern und das Kind deutlich erschweren. Und im Übrigen auch denen, die mit ihnen zusammen sind.

Ich möchte noch ein weiteres Beispiel bringen. Ein Kleinkind möchte im Auto noch ein bißchen herum toben und spielen und darf also noch 20 Minuten machen was es will. Die Mama sitzt ja daneben. Gut, dieses Spiel muss nun jedesmal wiederholt werden, da es sonst ein riesen Theater gibt. Da  man auf dieses Theater keine Lust hat, lässt man es also zu. Nun soll das Kind bei der Oma mitfahren und möchte natürlich genau das Verhalten ausleben was es doch bei der Mama auch darf, nur dass Oma dazu gar keine Lust hat. Was passiert? Oma verzweifelt, Mutter ist sauer, Kind schreit weil es überhaupt nicht versteht was denn jetzt falsch ist und warum es jetzt auf einmal geschimpft wird, die Situation artet ggf. aus.

Eigentlich wird ziemlich schnell deutlich, was hier passiert ist oder? Und so ist es mit ganz vielen Kleinigkeiten. Kinder haben nicht in einem Auto rum zu turnen und das muss man seinem Kind beibringen, ob es das möchte oder nicht. Das sind lebenswichtige Aufgaben und Erkenntnisse!

„Die Regel verstehen ist das Erste,

sie ausüben lernen das Zweite“

Arthur Schopenhauer  (1788 – 1860), deutscher Philosoph

Nun ist die Frage: Wo genau führt das inkonsequente Verhalten hin? Wie soll sich das Kind denn im Leben zurecht finden? In jeder Institution gibt es Regeln wie Pünktlichkeit, Benehmen, Anstandsformen, Werte und Normen. Bei den ganzen unterschiedlichen Erziehungsansätzen sollte man nie das Kind aus den Augen verlieren.  Jeder von uns ist mit Regeln aufgewachsen und das ist auch gut so, also warum damit aufhören?  Auch wenn es vielleicht erstmal anstrengender ist wird es sich irgendwann auszahlen. Regeln und Strukturen geben Kindern Halt und Orientierung und das sind zwei Sachen die niemals fehlen sollten.

Wie ist eure Meinung dazu? Könnt ihr Kathi zustimmen oder möchtet ihr etwas ergänzen?

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein guter Stundensatz ist nicht alles

Immer wieder werde ich von einer netten Kollegin darauf hingewiesen, dass ein guter Stundensatz nicht das einzig Wichtige ist. Ohne diesen geht es nicht, aber die Rahmenbedingungen müssen auch stimmen. Ich kenne unsere Situation in Würzburg natürlich ganz gut und ich muss sagen, dass einige Dinge ganz gut laufen. Also heute mal ein positiver Artikel über einige Dinge, die eine Jugendamt oder ein Träger richtig gut machen kann.

(mehr …)

Regeln in der Tagespflege – 1

Das Thema Regeln ist ein sehr wichtiges, wenn es um die Betreuung von Kindern geht. Wie viel Regeln sind angemessen, wie werden diese eingehalten und was ist unnötig und schränkt ein? Wir versuchen in dieser Reihe einige Meinungen von Tagespflegepersonen aufzuzeigen und euch so einen breiten Überblick zu verschaffen.

Den Anfang macht Ariane Schneider-Müllenstädt, staatlich anerkannte Erzieherin und Tagespflegeperson

Es gibt Eltern, die behaupten, ich sei streng.

(mehr …)

Berechnung der Geldleistung

In unserem heutigem Artikel haben wir viele Zahlen für euch. Diese Zahlen sind nötig um zu verdeutlichen, was von unserem Tagespflegeentgelt übrig bleibt, wenn man alle Abzüge berücksichtigt. Dies ist ein wichtiger Argumentationspunkt, wenn es um die leistungsgerechte Vergütung geht. Wir müssen verstehen, wohin unsere Gelder fließen und was für uns übrig bleibt. Also, bitte Konzentration! (mehr …)

Angemessener Stundensatz für Freiberufler

Wir haben schon öfter versucht euch Beispiele aufzuzeigen, wie eine Berechnung einer leistungsgerechten Bezahlung aussehen könnte, unter anderem der Vergleich zum Gehalt einer Erzieherin. Heute versuchen wir die Sache mal von einer ganz neuen Seite anzugehen. Wie viel brauchen wir denn um als Selbstständige über die Runden zu kommen? Was sagen andere Selbstständige dazu, die keine Tagespflegepersonen sind? Wir zeigen euch heute eine sehr interessante Herangehensweise, die für jeden normalen Selbstständigen selbstverständlich ist – aber für uns etwas völlig Neues. Wir rechnen mit GEWINN :).

(mehr …)

Leistungsgerechtigkeit – Reicht der Mindestlohn?

Seit dem 1. Januar 2015 gilt in ganz Deutschland flächendeckend ein Mindestlohn von 8,50 Euro. Dieser gilt natürlich nur für Angestellte und nicht für uns selbstständige Tagespflegepersonen, aber einen Orientierungspunkt für unsere Bezahlung bietet dieser schon. Wie kann man den Mindestlohn in einem Vergleich zum Tagespflegeentgelt bringen? Und reicht der Mindestlohn überhaupt zum Leben? Wie viel Geld pro Kind und Stunde würde das für uns bedeuten?

(mehr …)