Krankenversicherung ab 2016

Viele von euch haben es sicher schon mitbekommen: Ende 2015, also in etwa 300 Tagen, läuft die bisherige Regelung mit den Krankenkassen aus, dass Kindertagespflegepersonen als nebenberuflich Selbstständige eingestuft werden. Grund hierfür ist, dass diese Regelung von Anfang an nur als Übergangslösung geplant war mit dem Ziel den Kommunen Zeit zu geben uns angemessen zu bezahlen. Den Krankenkassen war wohl klar, dass wir die hauptberufliche Krankenversicherung mit einem Stundensatz von rund 3 €/Kind nicht zahlen können. Selbstverständlich wurde davon ausgegangen, dass dieses Problem bis 2016 behoben ist und wir als selbstständige Tagespflegepersonen auch ausreichend verdienen um von unserem Vollzeitjob leben zu können So viel zur Theorie…

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Anspruch auf Krankheitsvertretung

Ich bekomme sehr häufig mit, dass Tagesmütter trotz einer Erkrankung Kinder betreuen. Und das sicher nicht, weil ihnen die Arbeit auch krank so viel Spaß macht, sondern weil sie Angst haben nicht zuverlässig zu sein und sie die Eltern nicht im Stich lassen wollen. Ein sehr lobenswerter Gedanke – der hier aber nichts zu suchen hat. Eine kranke Tagesmutter gehört ins Bett um sich auszukurieren.

Gleichzeitig müssen die Tageskinder aber trotzdem zuverlässig untergebracht sein. Wir als Tagespflegepersonen wollen ein gleichwertiges Angebot gegenüber den Kindertagesstätten darstellen, dann müssen wir auch zuverlässig sein und eine Ersatzbetreuung haben, die im Falle von Krankheit und Fortbildung (und Urlaub) für die Kinder da ist. Eine Ansicht, die auch der Gesetzgeber vertritt.

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Rücklagen

Auch wenn es viele Tagesmütter und -väter nicht wahr haben wollen: wir sind selbständig und tragen damit das komplette unternehmerische Risiko. Denn das Jugendamt ist nicht unser Arbeitgeber und nicht unser Chef. Damit ist es für uns Kindertagespflegepersonen, genau wie für jeden anderen Selbständigen auch, von existenzieller Wichtigkeit für Einkommensausfälle vorzusorgen, indem wir Rücklagen bilden.

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Eiswürfelspiele

Los geht es heute mit einer ganz einfachen Möglichkeit, den Winter ins Haus zu holen ohne dabei zu frieren:

Dafür werden benötigt:

  • Eiswürfeltüten
  • Wasser und ggf. Lebensmittelfarben

Und so gehts:

Die Eiswürfel müssen zunächst vorbereitet werden. Je nach Alter der Kinder, kann dies gemeinsam mit den Kindern gemacht werden, indem die Kinder vorsichtig mithilfe eines Trichters die Eiswürfeltüten mit Wasser füllen und anschließend in den Tiefkühlschrank legen oder die Eiswürfel werden bereits am Tag zuvor alleine vorbereitet. Letztere Variante eignet sich vor allem für sehr ungeduldige Kinder 😉 Um ein bisschen Farbe ins Spiel zu bringen, kann das Wasser vor dem Befüllen auch mit Lebensmittelfarbe gefärbt werden. (ACHTUNG: Beim Spielen verfärben sich dann natürlich auch ein wenig die Hände!)

Wenn die Eiswürfel fertig sind, werden sie in großen flachen Schalen einfach auf den Tisch gestellt. Den Rest machen nun die Kinder. Wenn das erste Kind erst einmal einen Eiswürfel in die Hand nimmt, werden die anderen ganz schnell folgen. Es wird dann gefühlt, gespielt, gekippt, über den Tisch geschoben oder auch mal gekostet. Bei diesem Spiel gibt es kein „Richtig“ oder „Falsch“ – die Kinder sollen einfach machen, wonach ihnen gerade der Sinn steht. Was für die Großen relativ langweilig erscheint, ist für die Kleinsten eine spannende Entdeckungsreise. Und wer keine Lust mehr zum Mitspielen hat, soll auch unbedingt die Möglichkeit bekommen zu gehen. Meist kommen die Kinder früher oder später von ganz allein wieder zurück zum Tisch.

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Wenn die Luft ein bisschen raus ist, können kommentarlos einfach ein paar große Löffel oder Schöpfkellen sowie Gefäße unterschiedlicher Größe, auf den Tisch bereits gestellt werden. Auch eine Schüssel mit warmen Wasser bietet neue Anreize zum Weiterspielen.

Viele Spaß beim Nachmachen

Nadine

Betriebskostenpauschale vs. Sachaufwand

Wenn ich mit befreundeten Tagesmüttern über unsere Bezahlung spreche, höre ich oft „Wir haben doch genug, wir haben doch die Betriebskostenpauschale und wenn wir die nicht ausgeben, ist das unser Gewinn!“ Dann atme ich tief durch und versuche ihnen verständlich zu  machen, dass die Betriebskostenpauschale (BKP) nicht dafür da ist um eine Tagespflegeperson zu bereichern, sondern lediglich um den Arbeitsaufwand auf beiden Seiten – auf Seiten der Tagespflegeperson und auf der des Finanzamtes – zu erleichtern. Ich glaube, hier besteht noch viel Aufklärungsbedarf.

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Vergleich Erzieherin und Tagespflegeperson

Um die Frage zu beantworten wie eine leistungsgerechte Bezahlung in der Kindertagespflege aussehen könnte, scheint es Sinn zu machen sich anzuschauen welche Berufsgruppe eine vergleichbare Leistung erbringt. Nachdem wir als Tagespflegepersonen in erste Linie Kinder unter 3 Jahren betreuen, ist für unseren Fall vermutlich die Berufsgruppe der Kinderpflegerinnen bzw. der Erzieherinnen in Krippen ein geeigneter Vergleich. Aus diesem Grund werden wir uns in diesem Beitrag anschauen, wie das Tagespflegeentgelt auszugestalten wäre, damit wir ein vergleichbares Einkommen wie diese Berufsgruppe erzielen. (mehr …)

Leistungsgerechte Bezahlung

Tagesmütter in ganz Deutschland fordern mehr Anerkennung und eine leistungsgerechte Bezahlung. Aber was bedeutet leistungsgerecht überhaupt?

Muss leistungsgerecht so viel sein, dass eine Tagesmutter oder ein Tagesvater davon leben kann? Wie gut sollte man leben können? Reicht überleben oder ist ein bisschen Luxus drin? Derzeit können viele Tagespflegepersonen diesen Beruf nur ausüben, weil sie einen Partner haben, der sie finanziell auffängt, wenn sie krank werden, sie nicht alle Plätze belegen können oder sie aus sonstigen Gründen nicht genug Geld erwirtschaften. (mehr …)