Tagesmütter und Tagesväter sind jeden Euro wert!

Die Kollegen aus Baden-Württemberg kämpfen wieder sehr engagiert um gerechtere Bedingungen in der Kindertagespflege. Warum sollten wir uns da nicht anschließen? In den anderen Bundesländern sieht es eher schlechter als besser aus. Wir sollten unserer Landesregierung zeigen, dass wir jeden Euro wert sind und dass wir mehr verdient haben!

Hier die Kampagne vom Landesverband Kindertagespflege Baden-Württemberg e. V.:

„Eine Befragung von über 4.000 Tagespflegepersonen durch das Bundesfamilienministerium zeigt eindeutig: fast dreiviertel aller Tagespflegepersonen sind vor allem mit ihrem Einkommen unzufrieden. Die Konsequenz: Es gibt immer weniger Tagesmütter und -väter und damit auch weniger Betreuungsplätze. Dabei ist die Nachfrage der Eltern nach einer Kinderbetreuung durch Tagesmütter und -väter ungebrochen stark. 

Tagesmütter und -väter in Baden-Württemberg sind uns jeden Euro wert! Bereits seit fünf Jahren verhandelt der Landesverband Kindertagespflege deshalb eine Erhöhung der laufenden Geldleistung, bisher ohne positiven Abschluss. Jetzt ist wieder angekündigt, darüber zu verhandeln. […]

Deshalb fordern wir:

  1. Die sofortige Erhöhung der laufenden Geldleistung für Tagesmütter und -väter um mindestens einen Euro pro Kind und Stunde sowie die Festlegung auf eine weitere Erhöhung auf mindestens 7,50 EUR bis 2020.

  2. Die landesweit einheitliche Qualifizierung und Fortbildung von Tagespflegepersonen verbindlich sichern und ausbauen.“

Wir müssen auch fordern! Die Landesregierungen sollen wissen, dass vieles nicht gerecht ist und dass wir es wert sind gerecht bezahlt und behandelt zu werden, weil wir super Arbeit leisten und viele Kommunen vor einer Klagewelle retten.

Was wir tun werden:

„Wir rufen alle Unterstützer/-innen, wie Träger der Kindertagespflege, Eltern und Tagespflegepersonen, dazu auf, Briefe an ihre Landtagsabgeordneten zu schicken, die unterstreichen, WARUM Tagesmütter und -väter jeden Euro wert sind. Dies können Briefe von ehemaligen Tageskindern, Erfolgsgeschichten aus Qualifizierungskursen, Fachberatungssituationen, die ans Herzen gingen, schöne Fotos oder andere Andenken sein.

Wichtig ist, dass die Briefe individuell gestaltet sind und zahlreich bei den Landtagsabgeordneten eingehen. […]“ (Quelle: https://www.kindertagespflege-bw.de/jeden-euro-wert/)

Die Baden-Württemberger Kollegen schließen sich natürlich der Aktion des Landesverbandes an, sie haben ein Datum, wann der Brief weggeschickt werden muss. Für unser Vorhaben ist ein fixes Datum nicht relevant.

Mein Brief wird u. a. die Punkte beinhalten, dass ich es 14 Eltern ermögliche zu arbeiten. Ich betreue zu Zeiten, an denen die Schule oder die Kita noch nicht geöffnet hat. Ich biete den Kindern ein geborgenes Umfeld um die Welt zu entdecken. Ich bin eine feste Bezugsperson und ich kann individuell auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen, weil ich eben nur höchstens 5 Kinder gleichzeitig betreue. Ich kann flexibler betreuen, weil ich in meinen Räumlichkeiten betreue. Ich kann den Familien helfen Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, dass ihr Kind nicht genug Aufmerksamkeit bekommt.

Mein Brief wird enthalten, dass ich möchte, dass meine Eltern, ohne Arbeitgebernachweis, so viel buchen können, wie sie wollen und dass der Beitrag für die Kindertagespflege nicht höher sein darf als für die Krippe. Außerdem möchte ich auch Schulkinder nach der Schule betreuen können, weil es für die Kinder super wäre. Ich möchte auch staatliche Fördergelder erhalten können! Und noch vieles mehr… Die Liste in Bayern ist lang…

Wir brauchen aber eure Hilfe. Damit es leichter wird,die Briefe ohne viel Zeitaufwand weg zu schicken, freuen wir uns über die Adressen der verantwortlichen Politiker auf Landesebene. Ich würde sie hier einfügen, wenn ihr sie mir zukommen lasst.

Diese Aktion ist die Vorbereitung unseres Treffens im Februar. Wir sind fast fertig mit der Planung. Und da ich die Geheimnistuerei nicht leiden kann, bekommt ihr die Infos, die wir schon sicher wissen. Sobald wir die Zusage der Räumlichkeiten haben, gehen Einladungen an unterschiedliche Vertretungen der Bundesländer raus. Wir haben versucht aus jedem Bundesland Vertreter der engagierten Vereine raus zu suchen. Diese Vereine sind dann in der Pflicht für ihr Bundesland die Infos zu sammeln und an die dortigen Kindertagespflegepersonen zu verteilen. Wir treffen uns mit ihnen und besprechen unsere gemeinsamen Mindestforderungen auf Landesebene. Diese Forderungen werden dann gemeinsam beim jeweiligen Landtag eingereicht.

Es geht uns alle an! Wir müssen zusammen halten. Wir machen das gemeinsam! Es geht um unsere Zukunft und die unserer Kinder. Holen wir das Beste raus!

Zusammen sind wir stark. Wir schaffen das!

 

Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten,

die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.

Wir sind viele kleine Leute an vielen kleinen Orten und wir haben die Möglichkeit etwas zu verändern!

Dafür müssen wir aber aufstehen, uns engagieren, zusammen halten, einander helfen. Unser Ziel ist es bessere Bedingungen für die Kindertagespflege zu erreichen. Wir brauchen hier viele kleine Leute an vielen kleinen Orten und genau das ist so super – wir haben überall, in ganz Deutschland, Kollegen, die sich engagieren können. Jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung hilft!

Antje Radloff rüttelt mit ihren Blogbeiträgen viele Leute auf, zeigt uns die Wahrheit und ruft ebenfalls zum Handeln auf. Die Berufsvereinigung für Kindertagespflege e. V. kämpft ebenfalls für bessere Bedingungen. Von ganz vielen Kollegen in unterschiedlichen Bundesländern hört man, dass Klagen eingereicht und oftmals gewonnen werden, Eltern klagen und in vielen Orten werden bessere Bedingungen gefordert, es gibt mehr Zeitungsartikel als je zuvor. Es tut sich was in Deutschland! Politiker wissen mittlerweile über uns Bescheid und wollen uns unterstützen.

Wir haben die Kraft die Betreuungslandschaft in Deutschland zu verändern. Wir können zeigen, wie gut die Kindertagespflege für die Eltern, die Kinder und die Kommunen ist. Jetzt ist die Zeit gekommen um zusammen zu halten.

Wir brauchen Helfer. Überall. An vielen Orten. Wenn jeder ein bisschen was tut, können wir was erreichen!

Was könnt ihr tun:

Wir haben bereits eine Whatsapp-Gruppe und planen fleißig die nächsten Schritte. Wir brauchen aber mehr Leute! Wer mag aktiv helfen? Wir brauchen Ideen, kreative Köpfe, helfende Hände, jemand, der mit anpacken kann. Für jeden ist was dabei. Also, meldet euch bitte bei mir – zusammen schaffen wir das!

Stand der Dinge – es gibt viel zu tun!

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

wir sind im Sommerstress, im Abschiedstress, im Eingewöhnungsstress, im Schulstress, im Urlaubsstress und allgemein am Ende unserer Kräfte für dieses Schuljahr. Trotzdem sind wir nicht untätig. Wir wollen ein kurzes Statement zum derzeitigen Stand der Dinge geben.

Ariane Schneider-Müllenstädt hat die wichtigsten Punkte in ihrer Email zusammengefasst:

  1. Vernetzung aller Interessenten
  2. Errichten einer eigenen Homepage für den Arbeitskreis Petition oder Arbeitskreis KTP
  3. Errichten einer eigenen Seite auf Facebook
  4. Aufklärungsarbeit auf diesen Seiten, Aktualisierungen
  5. Presseartikel schreiben und bundesweit sowie regional anbieten
  6. Kontakte mit Politikern, Wahlkampf nutzen, Bundestagsfraktionen sowie jeder vor Ort!

Das und noch vieles mehr steht auf unserer Agenda.

Die Berufsvereinigung entwirft gerade einen Entwurf für das SGB VIII, der dann veröffentlicht und natürlich an die verantwortlichen Stellen weitergereicht wird.

Wir vom Arbeitskreis Petition haben eine Frage für Politiker zusammengebastelt, die wir demnächst auf www.abgeordnetenwatch.com den Verantwortlichen Politikern stellen werden.

Wir gehen auf Politiker aller Ebenen zu und informieren sie. Eine Kollegin aus Schweinfurt hatte tolle Gespräche mit Politikern auf Bundes- und Landesebene (Bayern). Kollegen aus NRW hatten ebenfalls ein sehr wichtiges Treffen mit Politikern aller Ebenen. Baden-Württemberg hat eine Kampagne zur Bundestagswahl gestartet. „Ich hab die Kindertagespflege auf dem Schirm“, außerdem sammeln sie Geld für eine Studie zur Bezahlung: https://www.kindertagespflege-bw.de/

Kindertagespflegepersonen schließen sich zusammen, beschweren sich, machen auf sich aufmerksam, gehen auf Politiker zu und schildern ihre Probleme.

Ich höre immer noch von Politikern, dass sie Postkarten von uns erhalten haben, dass sie auf FB von unseren Problemen lesen! Wir sind schon mehr in den Köpfen der Leuten als noch vor einem Jahr. Wir arbeiten uns nach vorne!

Wir brauchen eure Unterstützung weiterhin! Wir brauchen die Gespräche mit Politikern, die Vernetzung der KTPP, die Aufklärung der Menschen, die Öffentlichkeitsarbeit im Internet und in der realen Welt, wir brauchen die Presse usw. Wer hat Kontakte zur Presse?` Wer kennt Politiker persönlich? Wer kann positiv auf uns aufmerksam machen? Wer unterstützt uns? Hand in Hand schaffen wir das! Wir müssen alle Landesverbände, alle Vereine zusammen bringen! Wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht, erreichen wir auf Bundesebene weniger als wenn wir alle zusammen arbeiten!

Wir sind noch lange nicht am Ziel, aber auf dem besten Weg dorthin!

Tagesmutterplaner von Doris Kaul 2017/2018

Ich hatte das Vergnügen und durfte den Tagesmütter -väterplaner von Doris Kaul testen. Er ist ein richtiges Buch! Deshalb habe ich auch etwas länger gebraucht. Man kann unendliche viele Dinge eintragen, es gibt Kopiervorlagen für Beobachtungen etc. und für jede Woche eine Doppelseite. Dieser Planer erinnert an viele Dinge und erleichtert der Kindertagespflegeperson die Buchhaltung. Es kann genau eingetragen werden, welches Kind wann wie lange betreut wurde, welche Eltern wann das Essensgeld für wie viele Mahlzeiten bezahlt haben usw.

Aber jetzt mal von vorne. weiterlesen

Um was geht es hier?

Ich war gestern etwas erschüttert, betroffen und auch traurig, dass mir nachgesagt wird, ich habe Dollarzeichen bzw. eher Eurozeichen in den Augen. Ich will Geld Geld Geld. Ich frage mich: Spreche ich chinesisch? Haben mir die betreffenden Personen nicht zugehört oder nichts von mir gelesen? Oder drücke ich mich so undeutlich aus? weiterlesen

Fachtag Kindertagespflege am 20.05.17 in Leipzig

„Leipzig, ein geschichtsträchtiger Ort?!

Zur Erinnerung: Als Folge der anhaltenden friedlichen Massendemonstrationen im Jahre 1989 wurden die innerdeutschen Grenzen geöffnet und die Wiedervereinigung vollzogen.

Mit Hartnäckigkeit und Solidarität kann man viel bewegen! Das können wir Kindertagespflegepersonen auch!“ weiterlesen

Zusammen sind wir stärker!

Es ist sehr schwierig für mich diese Zeilen zu schreiben. Zum einen, weil ich sehr erschüttert über die Anfeindungen bin, die mich in den letzten Tagen getroffen haben und zum anderen, weil ich versuche die richtigen Worte zu finden und das nicht leicht ist. Wie wir gesehen haben, ist es völlig egal, wie gut und nett es jemand meint, die Worte können einem einfach im Mund verdreht werden und schwupps ist man der Böse. weiterlesen

Liebe Regierung – wir sind keine 2. Wahl!

Liebe Politiker, liebe Familien und liebe Kollegen,

ich weiß gar nicht, wie ich freundlich auf so ein Wahlprogramm antworten soll.

„Statt Tagespflege als Notlösung Kitas bedarfsgerecht ausbauen

Obwohl seit 2013 alle Kinder einen Rechtsanspruch haben, fehlen in NRW noch immer über 100.000 Kitaplätze für Kinder unter 3 Jahren. Gerade in den ärmeren Städten und Gemeinden werden immer mehr Kinder in der Tagespflege statt in der Kita untergebracht. Tagespflege durch Einzelpersonen in der Privatwohnung kann mit einer viel zu kurzen Qualifizierung von 160 Stunden und ohne verbindliche Qualitätsstandards kein Ersatz für einen Kitaplatz sein. Großtagespflegeeinrichtungen müssen dringend in Kitas mit pädagogischen Standards und sozialer Absicherung für die Beschäftigten umgewandelt werden. Tagesmütter sollen im Rahmen einer Ausbildungsoffensive für Erzieher*innen Weiterbildungsangebote erhalten.

Was tun?
– Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für jedes Kind in jeder Altersgruppe umsetzen

– Ausbildungsoffensive für Erzieher*innen, Weiterbildungsangebote für Tagesmütter

– Tagespflegeplätze ab sofort schrittweise in Kitaplätze umwandeln […]

(Quelle (kann ich die jetzt angeben oder ist das schädlich für die Partei?: (Wahlprogramm die Linke-NRW)

weiterlesen

Manuela Schwesig und die ignorierte Kindertagespflege

Im persönlichen Gespräch mit Manuela Schwesig sagte sie mir, dass sie immer auch die Kindertagespflege meint, wenn sie Kita sagt. Sie macht da keinen Unterschied. In der Rede vom 28.4.17 zum Kita-Ausbau wird die Kindertagespflege mit keinem Wort erwähnt. Frau Schwesig dankt in Ihrer Rede den Erziehern für ihre tolle Arbeit. Ich hoffe sehr, dass sie damit auch sagen will, sie dankt den 44.000 Kindertagespflegepersonen, die viele Kommunen derzeit vor einer Klagewelle retten. weiterlesen

Kindertagespflege – 2. Wahl?!

Gerade häufen sich in den Internetforen die verzweifelten Anfragen von Eltern, die noch einen Betreuungsplatz für ihr Kind ab September suchen. Gerade haben die Krippen und Kitas ihre Absagen verschickt. Jetzt häufen sich auch die Anfragen bei den Kindertagespflegepersonen. Ich möchte aber keine 2. Wahl sein. Ich erkläre euch warum. weiterlesen